Eine Studie zeigt die Geschichte pädosexueller Gruppen seit 1970

Die Soziologin Eva Illouz sagte mal, statt von einer »sexuellen Revolution« in der Zeit um 1968 solle man lieber von einer »Deregulierung der Sexualität« sprechen. Diese habe viele moralische und religiöse Vorschriften durch eine einzige ersetzt, nämlich die der Zustimmung:

»Man darf alles tun, was man will, solange die Person, mit der man es tut, darin einwilligt.«

Das ist nicht nur eine Befreiung des Sexuellen, es kann auch eine Befreiung vom Sexuellen bedeuten. Die Schriftstellerin Virginie Despentes (*1969) schreibt in ihrem Buch King Kong Theorie:

»Die Frauen meines Alters sind die ersten, die ein Leben ohne Sex führen können, ohne über das Spielfeld ›Kloster‹ zu gehen. Die Zwangsehe ist heute schockierend. Die ›eheliche Pflicht‹ ist keine Selbstverständlichkeit mehr.«

Aber die Deregulierung der Sexualität brachte auch neue Konflikte mit sich. Etwa die Frage, was als Zustimmung gilt. Und auch, wer überhaupt zustimmungsfähig ist.

Vergangene Woche veröffentlichte die vom Bundestag gegründete Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs eine Studie über pädosexuelle Netzwerke. Ihre Autor*innen Iris Hax und Sven Reiß beleuchten das Selbstverständnis von pädosexuellen Gruppen in Westberlin (und zum Teil auch in der BRD), ihre Organisationsformen und ihre Geschichte. Grundlage dafür sind vor allem Dokumente, die diese Gruppen selbst veröffentlicht haben.

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