Heinrich-Mann-Preis für Danilo Scholz 

… hier sein schönster Beitrag für ZEIT CAMPUS (inkl. Cat Content)

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Yeah! Danilo Scholz bekommt den Heinrich-Mann-Preis für Essayistik. Herzlichen Glückwunsch! 🥂

In der Begründung der Jury heißt es:

Danilo Scholz ist ein ebenso kenntnisreicher wie leichtfüßiger und witziger Intellektueller […]. Seine Verbindung von Wissenschaft und Feuilleton, die Nutzung unterschiedlichster Medien und Kanäle lassen eine neue intellektuelle Rolle erkennen.

Dass Danilo das letzte Mal für ZEIT CAMPUS geschrieben hat, ist schon etwas her (zuletzt erschienen seine Texte eher im Merkur).

Aber als wir für unsere Januar/Februar 2014-Ausgabe einen Autor suchten, der uns die Inflation der »Post«-Begriffe erklärt, und zwar innerhalb und außerhalb der Universität, also jemanden, der auf extrem wenig Platz genauso souverän über die »Postmoderne« wie über »Postdubstep« schreibt, da war klar, dass wir Danilo Scholz fragen müssen.

Und Danilo? Machte das. Ebenso kenntnisreich wie leichtfüßig und witzig. Hier der Beweis:

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Alle gegen Alle

Mein kleiner Überblick der Fehden (und Freundschaften) von Professoren

»Poser!« — »Zwölfjähriger!« Nein, Noam Chomsky und Slavoj Žižek werden wohl keine Freunde mehr. Für die aktuelle ZEIT CAMPUS habe ich eine kleine Übersicht der Fehden (und Freundschaften) von Professoren recherchiert. Erleben Sie dort: Feine Spitzen mit den Florett — und solche mit der Kettensäge.

Lars Weisbrod aus dem ZEIT-Feuilleton fordert passend dazu in seinem Essay mehr Streit in der Wissenschaft — und erklärt, was Denkerinnen und Denker dafür von dem Battle-Rap und der Renaissance-Malerei lernen können.

Die Beteiligten: Karl Heinz Bohrer, Judith Butler, Noam Chomsky, Detlev Claussen, Jürgen Habermas, Axel Honneth, Herfried Münkler, Richard David Precht, Peter Sloterdijk, Klaus Theweleit, Barbara Vinken, Harald Welzer, Slavoj Žižek.

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Brillen, Blumen, Nazis & Karl May

Eine Notiz zur zehnten Ham.Lit, der langen Nacht der jungen Literatur

Donnerstagabend, kurz vor Mitternacht, im Hochbunker an der Feldstraße in Hamburg. Die Bühnendeko ist abgeräumt und steht jetzt auf dem Tresen. Ham.Lit, die lange Nacht junger Literatur und Musik, ist vorbei.

Seit zehn Jahren bietet das Vorlese-Festival einen Anlass, um unter der Woche zwei Bier zuviel zu trinken und sich über aktuelle Brillenmodetrends zu informieren. Und zuverlässig gab es hier ein, zwei tolle neue AutorInnen zu entdecken, zwischen vielen Naja-geht-so-Lesungen. 2019 war das Verhältnis umgekehrt. Das Programm hörte gar nicht auf, richtig gut zu sein.

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Queer wie King Kong

Über King Kong Theorie, einen Essay von Virginie Despentes

King Kong hat keinen Penis und keine Hoden. Wer hat’s gemerkt? Virginie Despentes. In King Kong Theorie, einem Essay, der im französischen Original bereits 2006 veröffentlicht wurde und neulich bei Kiepenheuer & Witsch in neuer deutscher Übersetzung erschienen ist, unterzieht die Regisseurin (Baise-moi) und Schriftstellerin (Vernon Subutex) das King Kong-Remake von Peter Jackson einem »queer reading«.

Demnach raubt dort kein männlicher Affe die weiße Frau (mit allen rassistischen Assoziationen, die das eröffnet), sondern: Die Frau sucht die Sicherheit bei der Äffin (Depentes nutzt für King Kong das Pronomen »sie«), um eine zärtliche, asexuelle Beziehung zu beginnen, auf einer polymorph-perversen Südseeinsel, zwischen Tentakeln mit bezahnten Vaginen. Klar, dass die Männer die Frau zurückerobern und King Kong töten. So wird die alte Ordnung wiederhergestellt, in der Männer herrschen und die Wünsche der Frauen nachrangig sind.

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Editor-in-ChiefEditor-in-Elternzeit

In eigener Sache: Ich bin zum zweiten Mal Vater geworden und ab sofort — bis Ende des Jahres — in Elternzeit. Trefft mich an der Babyschaukel mit Sand in den Taschen.

Die neuen Bossinnen bei ZEIT CAMPUS, dem Magazin für Zukunft, Bildung und gute Entscheidungen, sind für die kommenden elf Monate Martina Kix und ihre Stellvertreterin Viola Diem, die zusammen mit Art-Direktorin Beate Pietrek und Online-Chefin Amna Franzke den Laden managen. 🙏

Etwas ausführlicher steht das alles auch in dieser Pressemitteilung.

Macht die Uni unglücklich?

Kurze Antwort: unklar. Es gibt Leute (z.B. neurotische Intellektuelle, Landlust-Infizierte), die behaupten, ungebildete Menschen seien glücklicher. Da könnte was dran sein, schreibt der Guardian unter Berufung auf die Forschung von Paul Dolan, Psychologie-Professor an der London School of Economics:

In fact, his data suggests, pursuing education beyond the age of 18 is unlikely to make much positive difference to the pleasure or sense of purpose you experience in life: on average, after secondary school, „happiness decreases as education increases“.

Wobei damit längst nicht gesagt ist, dass ein Studium unglücklich macht:

[I]t could be that gloomier people are more prone to doing university degrees, rather than that degrees make people gloomy.

Unzufrieden zu sein mit sich selbst, den Status Quo von Welt und Gesellschaft so nicht hinzunehmen, sondern ihn zu hinterfragen und ändern zu wollen — das ist immerhin eine starke Motivation für ein Studium, für Forschung, für Fortschritt.

Den vollständigen Artikel gibt es hier.