Design als Trost:

Heute ist die Technologie so grundlegend neu, dass das Design den Kunden eher beruhigen muss. Ein Tesla muss nicht aussehen wie das, was er ist, nämlich ein Computer, der auch fahren kann, sondern wie ein Auto.

– Franz von Holzhausen, Designchef bei Tesla

Im Zeitalter des neuen Futurismus wird Design also – anders als in Zeiten, in denen es die Versprechen einer Zukunft, die es noch nicht gab, vorzeichnen und andeuten musste – ein Trost, ein ästhetisches Beruhigungsmittel.

– Niklas Maak, Journalist und Kritiker

Aus: Niklas Maak, »Die Welt von morgen«, in Frankfurter Allgemeine Quarterly Ausgabe 01 (Winter 2016/17)

So was von da: Zu Besuch bei den Dreharbeiten im Club

Der Regisseur Jakob Lass (Love Steaks) verfilmt in einem Club in Hamburg gerade den Nachtleben-Roman So was von da von Tino Hanekamp. Ich habe die Dreharbeiten eine Nacht lang begleitet und berichte hier darüber.

(Foto: Claudius Schulze)

Anti-Trump. Ein Best of

Was US-Medien über den nächsten Präsidenten schreiben

Trump is not a man of ideas. He is a demagogue, a xenophobe, a sexist, a know-nothing, and a liar. He is spectacularly unfit for office, and voters—the statesmen and thinkers of the ballot box—should act in defense of American democracy and elect his opponent.

Aus der Zeitschrift The Atlantic, die eine Wahlempfehlung für Hillary Clinton aussprach. Der ganze Text hier.

This year, the choice isn’t between two capable major party nominees who happen to have significant ideological differences. This year, one of the candidates — Republican nominee Donald Trump — is […] unfit for the presidency.

Aus der Tageszeitung USA Today, die grundsätzlich keine Wahlempfehlungen ausspricht, die in diesem Jahr aber dringend von der Wahl Donald Trumps abriet. Der ganze Text hier.

Nothing anyone could reveal about Trump could get me to change my opinion that he’s an asshole. And not a „yeah, but he’s our asshole“ kind but rather a cartoon villain, a fake, a cheat, a liar, a creep, a bullying, bragging, bullshitting, blowhard kind of asshole.

Aus der Zeitschrift Esquire. Der Autor, Mark Salter, war Redenschreiber des früheren republikanischen Präsidentschaftskandidaten John McCain. Esquire druckte den Text auf der ersten Seite der Ausgabe, deren Titelseite ein Foto von Trump zusammen mit der Zeile „Hater in Chief“ zeigte. Der ganze Text hier.

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Hallo, Elbphilharmonie!

Die Zeit macht ein Sonderheft & der Intendant verlegt seinen Schlüssel

Zehn Mal so viel wie geplant hat die Elbphilharmonie die Stadt Hamburg gekostet (statt 77 Millionen Euro rund 790 Millionen), ein bisschen länger gedauert als geplant hat es auch (eröffnet wird am 11. Januar 2017 statt im Jahr 2010), und jetzt, wo das Ding endlich steht, kann man den Verantwortlichen immer noch eine gewisse Nervosität unterstellen. Zumindest ist doch kurios, dass sie sogar die Rauchverbotschilder in der Elbphilharmonie mit Logos versehen haben. Bloß nicht vergessen, wo wir uns gerade aufhalten!

Das Foto oben habe ich am vergangenen Freitag gemacht, als ich mit meinen Kollegen Daniel Haas, Hanno Rauterberg und mit einigen weiteren Journalisten durch das Gebäude geführt wurde.

Als wir rauskamen, dachte ich: leider geil. Die kritische Haltung, die man über Jahre der Baupannen, Skandale und Kostenexplosionen entwickelt hat, wird durch einen Besuch in diesem Bau doch einigermaßen verunsichert. Es fällt mir jedenfalls nicht mehr leicht, die Elbphilharmonie abzulehnen, nachdem ich erst mal drin gewesen bin.

Ausführlicher erzählte ich von meinen Eindrücken aus dem Neubau im Hafen am Mittwoch auf einer Diskussion der Zeit im Bucerius Kunstforum, die hier als Videomitschnitt zu sehen ist.

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Die Stadt als Spielplatz

Ein neuer Stadtführer für Hamburg braucht nicht viele Worte

Der Illustrator Malte Knaack hat einen Hamburg-Stadtführer veröffentlicht, ganz ohne Alsterschwäne, schöne Fotos und Museumsöffnungszeiten.

In der Tradition von Keri Smiths Bestseller Mach dieses Buch fertig lädt Knaacks Mach’s in Hamburg dazu ein, die Stadt besser kennenzulernen, indem man in und mit ihr spielt, ohne Scham vor Kindereien.

Ich habe das ausprobiert und hier für Die Zeit, äh, rezensiert.

Und so sieht das Buch aus, wenn man damit fertig ist:

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Bücher schreiben als Beruf

Presseschau: Fünf Artikel über das Geldverdienen mit Literatur

Wovon leben eigentlich Schriftsteller? Jedenfalls nicht von dem Verkauf ihrer Bücher, wie Maximilian Weingartner in der FAZ vorrechnet. Selbst ein Bestseller (das heißt ein Buch, von dem mehr als hunderttausend Exemplare verkauft worden sind) wirft demnach gerade genug Geld ab, um damit ein paar Jahre über die Runden zu kommen.

Die meisten Schriftsteller schreiben jedoch keine Bestseller. Sehr viel wahrscheinlicher ist, dass es ein Buch nicht mal bis in die Buchhandlungen schafft. Wie es dazu kommt, hat bereits vor einigen Jahren Wolfgang Uchatius an einem beispielhaften Sachbuch in der Zeit erzählt.

Allerdings ist Rettung in Sicht! Vielleicht. Denn zwei Wissenschaftler haben eine Software entwickelt, die analysiert, welche stilistischen und inhaltlichen Eigenschaften historische Bestseller (im amerikanischen Markt) ausmachen. Damit kann man also herausfinden, was sich gut verkauft, und seine eigenen Romane entsprechend ausrichten. Marc Felix Serrano hat einige Erkenntnisse in der FAS zusammengefasst.

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