Neu:

Das hier ist die neue Ausgabe von ZEIT CAMPUS, dem Studentenmagazin der ZEIT. Ab Dienstag, 10. Oktober, in vielen Kiosken, Mensen und hier zu kaufen. Oder im Studentenabo.

Es handelt sich hier um die dickste reguläre Ausgabe in der Geschichte unseres Magazins (noch mehr Seiten hatte nur das Heft zum zehnjährigen Jubiläum im vergangenen Jahr) und, hey, es sind ein paar gute Sachen drin.

Zum Beispiel:

WeiterlesenNeu:

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Neu:

ZEIT CAMPUS 4/2017
124 Seiten + zwei Extrahefte
im Kiosk oder hier kaufen

Gestaltung
Cover: Jack Davison (Frau), Nadine Redlich (Wurst) & Friederike Hantel (Hand)
Chefredaktion: Simon Kerbusk & Oskar Piegsa
Art-Direktion: Beate Pietrek
Bildredaktion: Hedi Lusser
Grafik: Beate Zollbrecht, Tanja Laböck, Isabella Hager & Kai Schmitzer

… alle weiteren Credits im Heft.

Zeit Campus 1/16 Drohnenkrieg & Gadget-Kanon

Ab heute gibt es die neue Ausgabe von Zeit Campus zu kaufen (1/16, Januar/Februar 2016). Darin: Ein kurzes Interview von mir mit Khesrau Behroz und ein längerer Auszug aus seiner Fotostrecke When Kennedy Died, die zu den interessanteren künstlerischen Arbeiten zählt, die ich in diesem Jahr gesehen habe.

Khesrau fragt nach der Funktion von Zeugenschaft im 21. Jahrhundert. Oder konkreter: Danach, was wir mit dem Wissen anstellen, dass die US-Regierung abseits erklärter Kriege und ohne parlamentarische Kontrolle Recherchen zufolge tausende Menschen durch Drohnen getötet haben soll. Mehr dazu hier (und hier und hier).

On a lighter note haben Jan Fischer (Ja, genau! Der von Zebrabutter!) und ich nachgedacht über sprechende Barbies, Selfie-Sticks und andere Spielzeuge, die unsere Zeit vermutlich besser charakterisieren als Romane, Filme oder Gemälde. Das Ergebnis: Der meines Wissens erste Gadget-Kanon der Weltgeschichte. Weil: think big und so.

Was ist heute radikal? Hashtags? Queer Theory? ISIS?

Die Redaktion der Zeitschrift 032c hat für ihre aktuelle Ausgabe (#29, Winter ’15/’16) zwanzig Künstler, Autoren und Geschäftsleute nach der radikalsten Sache gefragt, die ihnen in den letzten sechs Monaten untergekommen ist.

Das Ergebnis ist interessant: Einer nutzt die Frage für peinliche Eigenwerbung, ein oder zwei andere geben Antworten, die wie ironische Ausweichbewegungen klingen (das Radikalste, das Du im letzten Halbjahr gesehen hast, ist der neue Pixar-Film? Wow, hoffentlich erkennt Mario Barth Dein Talent und nimmt Dich mit auf Tour!!)

Die meisten der Befragten nahmen die Aufgabe jedoch ernst und geben teilweise ästhetische Antworten (sie nennen Filme, Kunstwerke oder Vine- und Instagram-Accounts) und teilweise politische (sie schreiben über Flucht, Asyl oder den Verlust der Utopien).

Die Antwort, die mich bisher am Längsten beschäftigte, sitzt unbehaglich zwischen beiden Lagern, dem ästhetischen und dem politischen. Sie stammt von dem französischen Investoren und Autoren Elie Ayache. Er schreibt:

The most radical thing I have seen in the last six months is the destruction of the Palmyra temples by the Islamic State.

Bisher habe ich die Zerstörung von Palmyra als einen Akt totalitärer Kulturpolitik gedeutet. Und damit als ein Zeichen großer Feigheit. So wie Stalin einstige Weggefährten, die zu seinen politischen Gegnern geworden waren, aus Fotos entfernen ließ und ihre Existenz feige verleugnete um sich zu diesen Leuten und seinen Verbrechen gegen sie nicht verhalten zu müssen, so entfernt der sogenannte Islamische Staat Bauten aus der Landschaft, die nicht in das von ihm propagierte Weltbild passen, die es als unterkomplex, unvollständig, falsch zu entlarven drohen.

Es ist ein tragischer Akt, wenn man anschaut, was durch ihn verloren geht.

Ein kläglicher Akt, wenn man anschaut, was ihn motiviert.

Aber ein radikaler Akt? Auf diese Idee bin ich bisher nicht gekommen.

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Zeit Campus Nr. 6/15: Wie deutsch sind Wagner, Scooter, Haftbefehl?

Seit gestern gibt es die neue Ausgabe von Zeit Campus im Kiosk, bei iTunes und im PlayStore (Nr. 6/2016). Achten Sie auf das knallgelbe Cover, das so aussieht, als wäre es lecker, wenn man es essen könnte.

Ich hatte unter anderem das Vergnügen, zusammen mit Caterina Lobenstein die Musikwissenschaftlerin Friederike Wißmann zu interviewen. Wißmann hat gerade ein Buch namens Deutsche Musik veröffentlicht. Wir haben ihr Musik vorgespielt, die im Buch fehlt. Helene Fischer, zum Beispiel, und Haftbefehl. Und Wagner, klar.

Gesehen beim Rundgang der HfbK (3)

Die Zeitschrift The Smart View mit der Fotostrecke When Kennedy Died

Jeder zweite Deutsche im Alter über 14 Jahren nutzt ein Smartphone, ergab eine repräsentative Studie im Auftrag von Bitkom, einem Branchenverband der Digitalwirtschaft, die vor gut einem Jahr veröffentlicht wurde.

Da es wohl kein Smartphone gibt, in dem nicht mindestens eine Kamera eingebaut ist, ergibt das Pi mal Daumen 35 Millionen Leute, die eine Digitalkamera besitzen & sie fast überall mit sich hintragen – und das allein hierzulande.

Da ist es naheliegend, eine Fotomagazin zu gründen, das sich mit theoretischen Texten und fotografischen Portfolios dem Phänomen der Smartphone-Fotografie widmet. Rosa Roth (ja – wie die ZDF-Vorabendserie) hat dieses Magazin gegründet. Sein Name ist The Smart View, es wird von einem gleichnamigen Tumblr begleitet, ist soeben in der ersten Ausgabe erschienen und baumelte beim Rundgang der HfbK von der Decke.

Die Leute vom Bayrischen Rundfunk bezeichneten The Smart View als »Magazin für Instagram-Süchtige«, mein Eindruck ist aber: richtiger ist das Gegenteil. Die Redaktion des Heftes fischt einzelne Fotos aus dem Insta-Flickr-usw.-Stream und präsentiert sie in ziemlich uninteraktiver Form: auf Papier gedruckt. So wie früher. Weil es sich manche Mobilfotos anzuschauen lohnt, ohne gleich Daumen, Herzen oder Kommentare verteilen zu können und zu wollen und zu müssen und dann weiter zu klicken – also quasi künstlich entschleunigt.

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