Re: LOL, wie traurig!

Über meine Recherche zur Depri-Comedy (mehr dazu hier in diesem Blog) habe ich jetzt mit detektor.fm gesprochen. Wieso ist diese Comedy beliebt?

Meine These:

Wir befinden uns mit Gleichaltrigen im Wettbewerb um das beste Leben. Und dieser Wettbewerb wird in aller Öffentlichkeit [auf Instagram] ausgetragen und kann live kommentiert und up und down gevoted werden. Wir wollen nicht nur schön und erfolgreich sein, sondern wir wollen dabei auch noch glücklich sein, was ziemlich viel verlangt ist, was stresst – und was ein Anspruch ist, an dem man leichter scheitert als dass man damit Erfolg hat.

Die Depri-Comedy zeigt uns mit ihren Anti-Influencern, dass wir nicht allein sind mit unsere Kläglichkeit.

Hier geht’s zum Audiomitschnitt unseres Gesprächs.

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LOL, wie traurig!

Mein Versuch, den neuen Trend der Depri-Comedy zu verstehen

Warum bezahlen Leute Eintritt, um zu hören, wie andere von ihren Problemen reden? Und warum amüsieren sie sich dabei so gut?

Für die neue ZEIT CAMPUS-Ausgabe habe ich eine größere Geschichte geschrieben (die erste, seit ich vor anderthalb Jahren Chefredakteur wurde, für mich also voll aufregend, etc.). Es geht darin um die Depri-Comedy. Also um junge Künstler wie Nico Semsrott, Stefanie Sargnagel, Kathrin Weßling und andere, die auf der Bühne von Depressionen und Suizidgedanken reden, die sich selbst „Versagensexhibitionismus“ attestieren (Sargnagel über Sargnagel) und die in bisweilen ausverkauften Theatern spielen.

Die zentrale Figur meiner Geschichte ist Helene Bockhorst, 30, die nach vier Jahren Therapie mit der Stand-up-Comedy begann. Ich habe sie bei insgesamt acht Auftritten zwischen Hamburg und Ingolstadt begleitet, um zu verstehen, warum die Leute hören wollen, was sie zu erzählen hat.

Ihr Programm kann ich inzwischen mitsprechen (dabei hasse ich Comedy, BTW). Was ich sonst noch über Helene und über die Depri-Comedy und über die Gegenwart gelernt zu haben meine, steht in ZEIT CAMPUS.

Übrigens: Die Fotos im Heft sind von Nikita Teryoshin (yo!), die Fotos vom Heft, die ich hier poste, von Ricardo Nunes.

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Yeah, Yeah, Yeah!

Was wichtig wird, steht im ZEITmagazin: Das erste ZEIT CAMPUS Festival am 18. September im Mojo Club auf St. Pauli. Mit den Bands Fuck Art, Let’s Dance!, Trümmer (einziges Konzert des Jahres!) sowie Mavi Phoenix.

Special Guests: Ilgen-Nur  & Dave Doughman (St. Pauli Music School). Artwork von Sac Magique.

Maximale Vorfreude!

 

 

Still ♥’ing Holzmedien

Die neue ZEIT CAMPUS. Mit Schwerpunkt zur Wohnungssuche. Mit vielen Tipps zum neuen Semester (Trampolin kaufen!). Mit Blicken hinter die Kulissen einiger der erfolgreichsten deutschen Influencerinnen. Mit Reportagen, die wehtun. Und mit einem Extraheft zur Zukunft des (stationären) Handels.

Ab sofort für 3,30 Euro überall, wo es gute Zeitschriften gibt, oder hier bestellen.

Die neue ZEIT CAMPUS

»Ich kann nur unter Stress gut arbeiten«, sagen viele und zögern die Abgabe von Hausarbeiten oder Bewerbungen bis zum letzten Moment hinaus. Ehrlich gesagt: Auch wir in der ZEIT CAMPUS-Redaktion sind mit unserem neuen Heft erst spät fertig geworden. Ist das ein Problem?

Unsere Kollegin Josefa Raschendorfer hat für unsere Titelgeschichte darüber mit Psychologen und professionellen Nichtstuern gesprochen. Jetzt sind wir beruhigt. Denn Josefa sagt: Prokrastinieren ist Mist, aber Pausenmachen wichtig.

Die neue Ausgabe gibt es (zusammen mit einem Extraheft über den Klimawandel) ab sofort überall im Zeitschriftenhandel, in Mensen und Uni-Cafeterien von mehr als hundert deutschen Studentenstädten sowie online hier.

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