»Something to think about«

A video by Helmut Lang (the artist, not the fashion company). From Commercial Break (2011). Curated by Neville Wakefield. Found at Ubuweb.

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Jetzt auch offline: Lachen behaupten mit LOL!

Im Chat hört man nie Gelächter. Deshalb wurde „lol“ erfunden. Ob es wirklich Menschen gibt, die das nötige Maß an Disziplin und abstrahierender Selbstreflexion aufbringen, um ihr Gelächter simultan als „lol“ zu verschriftlichen, erscheint mir fraglich.

Aber: es gibt ja genug Gelegenheiten, in denen ein behauptetes „lol“ genauso gut ist, wie der tatsächliche Akt des „laughing out loud“. (Zum Beispiel: der Chef erzählt einen Witz auf der Betriebsfeier. Oder so.) Deshalb ist es erfreulich, dass „lol“ — als Geste! — auch offline langsam Fuß fasst, obwohl man denken könnte, dass es dank Skype und Stickam selbst online mittlerweile überflüssig geworden wäre.

Beweisfoto:

lol

Foto geklaut aus dem digiom-Blog von Jana Herwig, die das Bild einem Vortrag von Angelika Storrer entnahm. Gefunden via Plastikstuhl. Dank & Ruhm an alle!

"Achtmilliarden Minuten mit Zeitschriften" Video-Rezensionen von Printmagazinen. Folge 1: "Bang Bang Berlin"

Magazine! Yeah! Es gibt wenig besseres, manchmal. Deshalb jetzt mit Tusch und Sekt und kaltem Büffet: die Eröffnung einer neuen, unregelmäßigen Zeitschriften-Review-Serie in diesem Blog.

Neulich hatte ich hier schonmal Titty City, ein Schmuddelheft neuen Typs, vorgestellt und andere Zeitschriften, die ich mag. Jetzt versuche ich mal das zu institutionalisieren. Und zwar: als schlecht ausgeleuchtete Video-Serie, ich sag mal: „Fanzine 2.0“. Digitale Kompaktkameras und Windows Movie Maker sind die Schere und Klebstoff des 21. Jahrhunderts.

Weil das ganze trotzdem mehr Arbeit war, als man ihm ansieht, weiß ich noch nicht, wann der zweite Teil folgt. Aber hej: Kommentare könnten motivationssteigernd wirken, und Heftvorschläge für die Short List nehme ich extra gerne an. Am interessantes finde ich neue Magazin-Gründungen abseits großer Verlage, die optimalerweise neue Versuche zum Verhältnis von Print und Internet anstellen. So wie eben neulich Titty City oder hier Bang Bang Berlin.

Die gute Nachricht, allen „Print ist tot“-Unkenrufen zum Trotz, ist: da gibt es ja mehr als genug.