Wie ist das Logo-Shirt entstanden?

Die Künstlerin Pippa Garner hat eine Theorie:

T-shirts are interesting because it’s a trash medium that sort of evolved out of the sandwich boards from the depression era. A person could walk around in front of a restaurant wearing a couple of strapped together panels with an ad. It was a pathetic, low-level way to get people to eat something. Now it’s become a medium where people pay for the privilege of advertising a product.

Zitat aus Spike Art Quarterly, #57 (Autumn 2018), Seite 104.

Foto: DncnH from Melton Mowbray, UK  (CC BY 2.0, via Wikimedia)

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Das resignifying des Batik-Shirts: Ein Kennzeichen der Unhippen wird hip, dann unhip, dann hip, und bald hoffentlich wieder unhip

Erkennungszeichen: Hier wohnen Hippies! Oder Hipster. Oder so. (Foto von Kirsten Jennings, CC BY-NC-ND 2.0 via flickr.com)

Im Konfirmanden-Unterricht haben wir für unsere Gute-Nachricht-Bibeln aus Leinenstoffen Schutzumschläge genäht und diese anschließend gebatikt. Das war im letzten Jahrtausend.

Es war die Zeit der Pusteln, der Zahnspangen und des sexuellen Elends, fast wie bei Heinz Strunk – und die Erinnerungen daran und an die labberigen Stoffumschläge sind womöglich die Gründe, warum es für mich völlig unverständlich blieb, als ich erleben musste, dass Hipster in diesem Jahrtausend Batik-T-Shirts zu tragen begannen.

(Ist dieser Trend schon wieder vorbei? Ich hatte es erleichtert angenommen, doch dann sah ich in der vergangenen Woche auf der Party der jungen Verlage während der Frankfurter Buchmesse einen DJ, der im Batik-Shirt hinter dem Mischpult stand und mit großer Wirkung Caribou-Platten auflegte.)

Beim Batik-T-Shirt will für mich das resignifying, also die für den hipsterism wohl grundlegende Strategie, Zeichen aus ihrem alten Bedeutungszusammenhang zu lösen und neu zu kontextualisieren, einfach nicht funktionieren.

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