Über Ben Lerner und die Autofiktion

Wovon wir reden, wenn wir über »ich« reden

»Ich« schreiben, mehr als »ich« meinen:

Some have complained that [Ben] Lerner only writes about one thing — himself — but this is imprecise: In these novels, introspection is a means, not an end. He treats the self like an archive of social data from which it is possible to construct a larger story about our times.

Im selben Text im NYT Magazine über den Schriftsteller Ben Lerner gibt es auch interessante Anmerkungen zur Frage, worüber ein privilegierter weißer Mann schreiben soll/kann/darf: a) Die ganze Welt b) ausschließlich sich selbst c) irgendetwas dazwischen?

Hier gibt’s den Text kostenlos online.

Die Zukunft wird ganz gut: "Yes Men" hacken "New York Times"

Die Medien-Guerilleros der „Yes Men“ haben nach einem Bericht der heutigen FAZ eine gefälschte „New York Times“-Ausgabe in den Umlauf gebracht, die auf den 4. Juli 2009 datiert ist und das Ende des Irak-Krieges, die Aufhebung des „Patriot Act“ und andere frohe Botschaften für die amerikanische Linke vermeldet. Mit einer Auflage von einer Millionen gedruckten Exemplaren übertrifft die Fake-NYT demnach die Auflage der echten NYT. Kudos.

Noch mehr Heldentaten: in der sehenswerten Doku „The Yes Men“ von 2003, in Gänze online bei Google Video (Aber leider zensiert in der Türkei?).