Feminismus mit Eiern (in jeder Hinsicht) im neuen Missy Magazine

Abb. 1: Das neue Missy Magazine (Ausgabe 1/2012)

Hui! Da ist ganz schön viel Penis im neuen Missy Magazine, in das sonst fast nur Frauen dürfen. Zum einen liegt das an der Bildstrecke nackter, starker, tätowierter Männer in Pin-Up-Posen, die Paula Winkler fotografiert hat.

Zum anderen am zähnefletschend old-school-feministischen Mark Greif, den wiederholten Verbeugungen vor Heinz Erhard im Dossier über „Frauen und Comedy“ und dem wilhelminischen Schnauzbartträger auf dem Heftrücken.

Ich habe einen etwas irrlichternden Text über The Good Men Project und The Guy’s Guide to Feminism beigetragen, dessen Titel ebenfalls stark ins Genitale zielt: „Feminismus mit Eiern“.

Ab heute ist das Heft im Zeitschriftenfachhandel erhältlich. Es sieht von außen aus wie siehe oben und kann wie siehe unten aufgeblättert werden. Viel Vergnügen.

[Nachtrag, 16:30 Uhr:] Morgen, am Dienstag, 21. Februar 2012, läuft auf byte.fm mittags ein von der Missy-Redaktion zusammengestelltes „Mixtape“. Ich durfte mir einen Song aussuchen und habe mir „212“ von Azealia Banks gewünscht. Weil das ein ganzganz fantastischer Track ist. Und weil der Text gut zum Text passt: „What’s your dick like, homie?“

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Missy, Die neue:


Die neue Ausgabe des Missy Magazine
liegt ab sofort an (Bahnhofs-) Kiosken aus. Drinnen: Fast genau hundert Seiten »Popkultur für Frauen«. Männer und geschlechtlich anderweitig Verortete dürfen aber auch, denke ich — zumindest haben die Damen auch mich mitschreiben lassen. Bitte finden Sie im Heft: Meine Kurzvorstellung von Nellie Bly, einer Journalistin, die schon verdeckt recherchierte, als Undercover-Reporter-Legende Günter Wallraff noch gar keinen Bartwuchs hatte noch gar nicht geboren war. Nämlich im Jahr 1887.

Persönlich vorstellig werden zwei der vier Missy-Chefinnen, Chris Köver und Stefanie Lohaus, mit ihrem Magazin am Donnerstagabend, 25. Februar 2010, um 20 Uhr in der Art Lawyer Gallery in Hamburg (gegenüber der S-Bahn-Haltestelle Königstraße). Hier gibt’s mehr Infos zur Release-Sause mit Vortrag über Feminismus, Pop und Magazinutopien.

Medienkrise wegabonnieren! Vier von vielen guten Zeitschriften: De:Bug, Missy, Foreign Policy, Blank. Jeweils mit kurzer Begründung.

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Gut #1: De:Bug, Ausgabe 130 (März 2009), am Bahnhofskiosk

Gut, weil: Die De:Bugger können Spiegel-Titelgeschichten besser als der Spiegel. Zumindest wenn’s um Social Networks geht (vgl. „Fremde Freunde. Vom zweifelhaften Wert digitaler Beziehungen“ und „Anonymität & Identität. Das Ende der zwei Welten“). Und außerdem können sie Mode, Gadgets und Tanzmusik. Also alles, was mir gerade fehlt.

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Die Leute wollen über Zeitschriftentitel diskutieren.

Interessantes Hobby. Erst wurde denen beim Dummy Magazin die Bude dafür eingerannt, dass sie ihr nächstes Heft „Neger“ nennen wollten (ich finde: zu recht). Jetzt ist man bei jetzt.de in heller Aufruhr darüber, dass man ein feministisches Pop-Magazin Missy nennen wollen kann (eindeutig: zu unrecht).

Hoffentlich führt das jetzt nicht dazu, dass demnächst das Verfahren der Benennung von Dingen und Zuständen anhand von Erhebungen der Publikumsmeinung wieder in großem Stil reaktiviert wird.

Sie wissen schon, alle schreiben ihren Vorschlag auf einen Zettel und werfen ihn in einen Kasten, und am Ende kommt dabei heraus, das sitt das Pendant zu satt ist, und dass hässliche Maskottchen Trix und Flix heißen sollten.

Und damit ist dann ja niemandem geholfen.