Wie Corona die Ungleichheit in den Schulen verstĂ€rkt

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SchĂŒlerinnen und SchĂŒler aus armen Familien werden in Hamburg doppelt benachteiligt, sagt die Schulbehörde. Das gilt aber nur in guten Zeiten. Jetzt, in der Coronakrise, ist die Benachteiligung wohl eher eine drei- bis fĂŒnffache.

Mehr dazu ab heute in den Hamburgseiten der neuen ZEIT, erzĂ€hlt am Beispiel der Grundschule FĂ€hrstraße in Wilhelmsburg.

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Street-Art-Sticker in Köln-Ehrenfeld

Meine Mutmaßung, das Supreme-Meme könnte das Run-DMC-Meme ablösen, hat sich nicht bewahrheitet.  Das Run-DMC-Meme ist mittlerweile sogar auf Wahlplakaten zu sehen und wird auf der Re:publica diskutiert. Das Supreme-Meme klebt derweil immer noch in dunklen Straßenecken, in denen es nicht selten nach Pipi riecht. Glanz und Elend des subversiven Logodesigns 


Aber immerhin: In keiner Stadt habe ich bisher so viele Remixe, Aneignungen und Verballhornungen des Supreme-Logos auf Stickern gesehen, wie am vergangenen Wochenende in Köln. Oder genauer: Entlang der Venloer Straße in Köln-Ehrenfeld, auf den gut zwei Kilometern zwischen der Ditib-Zentralmoschee und der Kaffeerösterei Schamong.

Im Layout des Logos der Streetwear-Marke klebten da an Straßenschildern, TĂŒrrahmen und Mauern die SchriftzĂŒge »Made In«, »#cheatday« und noch eine Handvoll andere, die ich inzwischen wieder vergessen habe. Es dauerte ein bisschen, bis ich die Sticker endlich zu fotografieren begann. Ein paar konnte ich einfangen und prĂ€sentiere hier mit dem Stolz des verstĂ€dterten Schmetterlingssammlers die Supreme-Logo-Aneignungen von Reth One, Defekt TM, Sikerem und Minha Galera:

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Neo-Nazis und das Run-DMC-Meme

Frage: Warum tragen deutsche Neo-Nazis auf ihren, Àhem, »T-Hemden« das Logo der afrikanisch-amerikanischen Rap-Gruppe Run-DMC?

Antwort:

Lorenz GrĂŒnewald-Schukalla und Georg Fischer sprachen bei der Re:publica ĂŒber den aktuellen Stand ihrer Sammlung des Run-DMC-Meme, ein paar Fotos in der PrĂ€sentation habe ich beigesteuert.

Meine Notizen zur Vorgeschichte: 1, 2, 3, 4.

Ist das Supreme-Meme das neue Run-DMC-Meme?

Kann schon sein, dass Supreme sterben muss, aber zumindest hindert das einige Leute nicht daran, noch schnell das Logo des Labels zu klauen.

Zuerst sah ich es vor einige Monaten, als ich mir Trettmanns fantastische neue Platte im Online-Shop des SĂ€ngers bestellte und aus dem PĂ€ckchen ein paar Sticker rieselten, in denen Trettmanns Name im Supreme-Logo-Design gesetzt war (siehe hier).

Dann klebte »Clubratten« im Supreme-Design an TĂŒrrahmen und anderen Stellen beim Rundgang der HGB Leipzig vor zwei Wochen (siehen oben). Und zuletzt fand ich an der MĂŒlltonne meines Vertrauens in Hamburg-Altona das hier:

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Wann ist ein Meme ein Meme?

Etwa ab 2014, vor allem aber in den beiden Folgejahren, tauchten in Hamburg, Berlin und anderen deutschen StĂ€dten Sticker auf, die alle sehr Ă€hnlich gestaltet waren: An Ampelpfosten und auf BauzĂ€unen klebten schwarze Quadrate, auf die mit weißer, serifenloser Schrift in der Regel sechs Buchstaben in zwei Zeilen gedruckt waren, eingefasst in einem roten Balken oben und einem roten Balken unten: »FCK SPD«, »FCK NZS«, »FCK CPS«.

Anfangs war es leicht, die Bedeutung dieser minimal variierten SchriftzĂŒge zu entschlĂŒsseln. »FCK SPD« steht fĂŒr »Fuck SPD« und wurde zum Emblem des Protests gegen die FlĂŒchtlingspolitik des Hamburger SPD-Senats. Ähnlich zu verstehen sind »FCK NZS« (»Fuck Nazis«), »FCK CPS« (»Fuck Cops«), »FCK PGDA« (»Fuck Pediga«), usw.

Schwieriger bis gar nicht zu beantworten war die Frage, wieso diese Sticker sich in ihrer Gestaltung ausgerechnet am Logo der New Yorker Rap-Gruppe Run-DMC orientierten, und warum die Ausbreitung in kurzem Zeitraum stark zugenommen hatte. Run-DMC hatten sich im Jahr 2002 aufgelöst, es standen auch keine JubilÀen oder Neuveröffentlichungen an, die das plötzliche Wiederaufkommen des Bandlogos erklÀrt hÀtten.

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