Andrea Berg ♥ Horst Seehofer

… darüber hinaus haben sie sich leider nichts zu sagen

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Heute in der Bild am Sonntag: Schlagersängerin Andrea Berg interviewt CSU-Chef Horst Seehofer. Gute Idee!

Nicht nur, weil sich da zwei Kenner der Gefühlslagen des Deutschlands außerhalb urbaner / intellektueller Filterblasen treffen. Es begegnen sich hier auch zwei ewige Zweitplatzierte, die ein ähnliches Problem haben: Sie kommen einfach nicht raus aus dem Schatten ihrer jüngeren Chefinnen (Angela Merkel, Helene Fischer). Es hätte also spannend werden können.

Doch dann beginnt Andrea Berg ihr Interview so:

Wissen Sie, ich habe im Vorfeld viele Leute gefragt, wie Sie denn eigentlich wirklich sind! Und viele haben gesagt, dass sie ein richtiger bayerischer Haudegen sind. Und da dachte ich: Wenn der also wirklich ’nen Arsch in der Hose hat und sagt, was er denkt, dann ist das schon mal ein guter Anfang! Everybody’s Darling sind Sie eher nicht, oder?

Da stimmt Horst Seehofer gerne zu. Und revanchiert sich für das Kompliment ein, zwei Antworten später:

Deshalb sind Ihre Liedtexte auch so gut, Frau Berg! Weil sie das wirkliche Leben widerspiegeln. All Ihre Worte sind in irgendeiner Weise von den Menschen schon einmal erlebt worden. Und dazu sollte man sich auch einmal offen bekennen.

Es passiert also leider genau das, was es oft so grausam macht, heimlich / versehentlich erste Dates zu belauschen: Menschen, die nichts wollen, außer einander zu gefallen, führen einfach keine interessanten Gespräche.

Das ganze Interview gibt es auch online (hinter der Paywall).