Wie entstehen die Titel der ZEIT?

Artdirectorin Malin Schulz über Cover, die überraschen. Und über Leberwurst.

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Wie entstehen die Titelseiten der ZEIT? Wer hat sich die Zeile »Jamaika – Fluch der Karibik« ausgedacht? Welche beleidigte Leberwurst sieht besser aus: die grobe oder die feine?

Darüber habe ich mit Malin Schulz gesprochen. Sie ist Artdirektorin und Mitglied der Chefredaktion der ZEIT und hat hunderte Titelseiten entworfen.

Unser Gespräch gibt es als Podcast: Hier kostenlos anhören, bittesehr.

Neu:

Das hier ist die neue Ausgabe von ZEIT CAMPUS, dem Studentenmagazin der ZEIT. Ab Dienstag, 10. Oktober, in vielen Kiosken, Mensen und hier zu kaufen. Oder im Studentenabo.

Es handelt sich hier um die dickste reguläre Ausgabe in der Geschichte unseres Magazins (noch mehr Seiten hatte nur das Heft zum zehnjährigen Jubiläum im vergangenen Jahr) und, hey, es sind ein paar gute Sachen drin.

Zum Beispiel:

WeiterlesenNeu:

Abendbrot mit Helene-Fischer-Doubles

Die echte Helene Fischer wollte mir kein Interview geben. Hab ich halt ihre Doubles getroffen.

Unser Gespräch über Rampenlicht, Realness und wie man sich diese Songtexte merkt: Diese Woche in DIE ZEIT (Ausgabe Nr. 33/2017) sowie online (registrierungspflichtig).

Mit den Doubles Jenny, Katharina und Lena. Fotos von Henning Ross. Die Idee habe ich diesem Roman zu verdanken. Danke an alle.

Jan Delay: Cloud Rap/Trap ist wie Punk

Klar: Weil Virtuosität jetzt so zertrümmert wird wie 1977.

Jan Delay neulich im Interview mit Zeit Campus:

ZEIT Campus: Alle reden gerade über Cloud-Rap. Warum habt ihr nicht einen Song mit LGoony oder Yung Hurn aufgenommen?

Delay: LGoony ist noch okay, aber Cloud-Rap ist kulturhistorisch einfach genau das, was Punkrock Mitte der Siebziger war. Im Rock hatten sie alles schon mal gespielt. Auch 15 minütige Gitarren-Soli. Musiker konnten da nichts mehr draufsetzen und haben dann einfach alles zerstört. Das ist der neue Style. Aber das überlebt keine zehn Jahre, da kannst du nichts mit Substanz draus herstellen. Das schaffen nur wenige, wie The Clash damals. Meinetwegen ist LGoony wie The Clash. Aber Yung Hurn setzt in zehn Jahren keine Emotionen mehr frei.

Lars Weisbrod führt den Gedanken im Feuilleton der Zeit jetzt etwas weiter aus (Ausgabe 4/2017, leider nicht online doch, jetzt, hier!):

Punk ist eine Frage der Form. Zum Jubiläum [40 Jahre nach dem Punkjahr 1977, Anm. O.P.] könnte man auch daran erinnern, dass es vor vierzig Jahren nicht zuletzt das unerträgliche Maß an Könnertum in der Rockmusik war, dem man etwas entgegensetzen wollte. Dem Deutschrap geht es heute nicht anders. Es dominieren die ultraschnellen, sprachlich und reimtechnisch extrem gewitzten, vier- bis fünffachbödigen Kreuzworträtsel-Rapper. So etwas ruft Widerspruch hervor, den Wunsch nach kreativer Zerstörung.

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Er bringt Musik in die Elphi

Es wurde viel über das Gebäude der Elbphilharmonie gestritten – wer ist der Mensch, der es bespielt? Nach zwei oder drei Begegnungen mit dem Intendanten Christoph Lieben-Seutter habe ich für Die Zeit aufgeschrieben, wo der Mann herkommt. Und was er mit seinem teuren Konzerthaus vorhat. Hier nachzulesen.

Foto: Michael Zapf, via Elbphilharmonie.

Ein Sänger schlägt sich durch

Video: Carl Douglas in der Sendung Disco im ZDF am 21. Dezember 1974

Neulich habe ich für DIE ZEIT  aufgeschrieben, wie Carl Douglas (Hu! Ha!), der Sänger von Everybody was Kung Fu Fighting (didi-didi-dii) gegen die Musikindustrie kämpfte — und gewann (Zack! Disch!).

Hier geht’s zum Text.