Schade, dass du nicht da warst: Major Matt Mason USA im Lockengelöt

Abb. 1: Major Matt Mason USA, hier bei der Acapella-Zugabe. Die Bildqualität muss so. This is Antifolk!

Vielleicht 40 dicht gedrängte Leute, alle sehr gut aussehend und verliebt in Richtung der kleinen Bühne blickend, auf der ein Mann mit AC/DC-Shirt und Indianerhaar engagiert auf seine Gitarre einschrammelt und in ein Mikrofon singt, das wie ein Telefon klingt. Die Texte handeln davon, dass die Welt auch ohne Nachtsichtgerät grün ist und dass einen Stern-Tattoos noch lange nicht zum Sheriff machen. Umringt wird der Vortragende von künstlerischem Krimskrams der leuchtet und pendelt, das Bier und die Bionade kosten einen Euro, der Eintritt zwei. Einen Refrain singen alle mit, indem sie Hundestimmen nachmachen (allerdings auf Amerikanisch, also „ruff“ und nicht „wau“). Der Vortragende berichtet von seinen Schwierigkeiten, in Bremen einen Schal zu kaufen. Also kriegt er in Hamburg von einem jungen Herrn im Publikum einen geschenkt.

Man könnte auch sagen: Als Major Matt Mason USA heute abend im Lockengelöt auftrat, war die Welt gefühlte 45 Minuten lang äußerst in Ordnung. Es kommen eben nicht nur Finanzmarktkrisen aus New York, sondern auch echt schöner Antifolk. Hier gibt’s mehr von der Sorte.

Morgen geht’s weiter in Berlin, dann Osten, dann Süden, dann Frankreich. Alle Infos und massig Songbeispiele hat sein MySpace. (Seid gewarnt – ich war gerade ein bisschen enttäuscht von der 7″, die ich im Anschluss an das Konzert erstanden habe. Live klingt das viel besser weil etwas schlechter.)


Abb. 2: Für heute die charmanteste Live-Venue der Stadt: Das Lockengelöt in der Wohlwillstraße, St. Pauli.

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Hamburg: morgen Abend ins Lockengelöt! (lockengeloet.com)

Es spielt Major Matt Mason USA, der als Hälfte der Band Schwervon! verantwortlich ist für Superhits wie diesen: Weiterlesen „Hamburg: morgen Abend ins Lockengelöt! (lockengeloet.com)“

Kreidler gegen GEMA: Der Papierkriegserklärung folgte die Tat.

Erst war ich ein bisschen skeptisch, als Johannes Kreidler beim zuender-Interview meine Frage, wieviele Druckerpatronen man verschleißt, wenn man 72.000 GEMA-Formulare  ausdruckt, nicht beantworten wollte. Ein Fake? Nö. Freitag machte er ernst.

Neues Album von "Sport": deutsch singen ist ab sofort wieder verboten.

Abb: Das neue Album von „Sport“. Wahrscheinlich irgendwie ironisch gemeint. I don’t get it.

Lang nicht mehr vorgekommen, dass ich das Anhören einer erwarteten Platte nach dem ersten Lied abgebrochen habe. Aber liebe Gruppe Sport, der Opener eues neuen Album, ey, herzlichen Glückwunsch. Dafür gibt’s Airplay auf Delta Radio. Und mit ein bisschen Glück spielt ihr bald als Vorband von Revolverheld.

"Achtmilliarden Minuten mit Zeitschriften" Video-Rezensionen von Printmagazinen. Folge 1: "Bang Bang Berlin"

Magazine! Yeah! Es gibt wenig besseres, manchmal. Deshalb jetzt mit Tusch und Sekt und kaltem Büffet: die Eröffnung einer neuen, unregelmäßigen Zeitschriften-Review-Serie in diesem Blog.

Neulich hatte ich hier schonmal Titty City, ein Schmuddelheft neuen Typs, vorgestellt und andere Zeitschriften, die ich mag. Jetzt versuche ich mal das zu institutionalisieren. Und zwar: als schlecht ausgeleuchtete Video-Serie, ich sag mal: „Fanzine 2.0“. Digitale Kompaktkameras und Windows Movie Maker sind die Schere und Klebstoff des 21. Jahrhunderts.

Weil das ganze trotzdem mehr Arbeit war, als man ihm ansieht, weiß ich noch nicht, wann der zweite Teil folgt. Aber hej: Kommentare könnten motivationssteigernd wirken, und Heftvorschläge für die Short List nehme ich extra gerne an. Am interessantes finde ich neue Magazin-Gründungen abseits großer Verlage, die optimalerweise neue Versuche zum Verhältnis von Print und Internet anstellen. So wie eben neulich Titty City oder hier Bang Bang Berlin.

Die gute Nachricht, allen „Print ist tot“-Unkenrufen zum Trotz, ist: da gibt es ja mehr als genug.

Hardcore Voyeurismus: Innenarchitektur in Amateur-Pornos

Abb: Innenarchitektur in Amateur-Pornos. Klickste drauf, kommt noch mehr. (© zuender)

Neu beim Netzmagazin Zuender: Aus Fotos und Video-Stills von Amateur-Porno-Websites hat unser Grafiker Norbert das Fleisch entfernt, um den Blick aufs Drumherum frei zu machen. Und die Innenarchitektin Katja Soppe war so gut, das ganze kritisch zu kommentieren.

Seit heute online: Unsere Bildergalerie zum Thema „Innenarchitektur in Amateur-Pornos“.