Was ist los im Muppet-Land?

Damals war die Welt noch in Ordnung:

(Weezer – Keep Fishin‘, 2002)

Und jetzt das — Monster glücklich…:

(REM – Furry Happy Monsters, 2006) falsch. Dank an Stefan!

…Frosch aber traurig:

(LCD Soundsystem – New York, I love you but you’re bringing me down, 2008)

Aber Kermit war ja schon immer eher das Sensibelchen in Hensons Puppenkiste.

[via Driven By Boredom & Zuender-Blog]

[Changelog:] Falsche Datierung bei R.E.M. als solche gekennzeichnet.

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Auf der Leseliste: Bier, Progressives, Google, Zukunft

  • „A Better Brew: Extreme brewers have helped turn American brewing into the most influential in the world. But they’ve also raised a basic question: When does beer cease to be beer?“ (New Yorker) — Das ist eine Frage, die sich Deutsche nicht stellen müssen. Klingt trotzdem nach einem spannenden Artikel. Spätestens seit Kaleigh mich letztes Jahr um diese Zeit in eine exzellente Kleinbrauerei in Woodstock, New Hampshire, mitgenommen hat, gilt: Amerikanische Braukultur — da geht was.
  • „Progressive complaints about Obama’s appointments“ (Salon.com) — Obamas erste Kabinettsbesetzungen sind Parteilinken zu rechts.
  • „Defending Google, the Video“ (Buzzmachine) — Medienprofessor und -prophet Jeff Jarvis findet Google okay. Hier sagt er wieso.
  • „Global Trends 2025“ (National Intelligence Council) — Amerika geht unter? Zumindest die ersten Seiten des in Deutschland weitläufig rezipierten amerikanischen Geheimdienstberichtes klingen weniger spektakulär, als die deutschen Schlagzeilen uns das weiß machen wollten. Relative Machtverschiebung, multipolare Welt, davon schreiben Richard N. Haass, Fareed Zakaria, Parag Khanna und andere ja schon länger. Mal sehen, wann ich dazu komme, den Rest der Geheimdienststudie zu lesen… …Weihnachtsferien?

Webvideos monetarisieren: Just Do It / Yes We Can

Vielleicht werde ich paranoid angesichts der Product-Placement-Potenz von Nike. Aber wieso sind da mehrere Close-Ups von Nike-Turnschuhen in dieser Mini-Doku über New York am Abend des Wahlsiegs von Barack Obama? Ist das etwa doch der Weg, die Webvideos von jungen Amateur-Filmern zu monetarisieren?

Die Zukunft wird ganz gut: "Yes Men" hacken "New York Times"

Die Medien-Guerilleros der „Yes Men“ haben nach einem Bericht der heutigen FAZ eine gefälschte „New York Times“-Ausgabe in den Umlauf gebracht, die auf den 4. Juli 2009 datiert ist und das Ende des Irak-Krieges, die Aufhebung des „Patriot Act“ und andere frohe Botschaften für die amerikanische Linke vermeldet. Mit einer Auflage von einer Millionen gedruckten Exemplaren übertrifft die Fake-NYT demnach die Auflage der echten NYT. Kudos.

Noch mehr Heldentaten: in der sehenswerten Doku „The Yes Men“ von 2003, in Gänze online bei Google Video (Aber leider zensiert in der Türkei?).

E-Governance: Im echten Leben echt öde.

Ausgehend von Obamas potentem Online-Wahlkampf wurde spekuliert (z.B. hier und hier und hier), wie sich ab dem 20. Januar die amerikanische Regierungsführung durch das Internet ändern könnte. Viele schillernde Begriffe wurden in den Raum geworfen, E-Governance, Open Source Policy, Wiki-Government, aber die Realität sieht mal wieder etwas profaner aus, wie techPresident.com meldet:

[A]s the New York Times reported this morning, the incoming Obama Administration is asking applicants such questions as „if you have ever sent an electronic communication, including but [not, Anm. O.P.] limited to an email, text message or instant message, that could suggest a conflict of interest or be a possible source of embarrassment to you, your family, or the President-Elect if it were made public,“ and „please provide the URL address of any websites that feature you in either a personal or professional capacity (e.g., Facebook, My Space [sic], etc.).“

Klingt so, als würde das Internet zunächst nicht die große Demokratisierung der politischen Institutionen mit sich bringen — sondern das große Aussieben aller potentiellen Staatsdiener, die peinliche Fotos auf ihren Facebook-Seiten haben und Blogs mit unqualifiziertem Quark vollschreiben. Barack Obama: Count me out.

Zu dem zitierten Artikel der New York Times geht es hier.