Neu:

Das hier ist die neue Ausgabe von ZEIT CAMPUS, dem Studentenmagazin der ZEIT. Ab Dienstag, 10. Oktober, in vielen Kiosken, Mensen und hier zu kaufen. Oder im Studentenabo.

Es handelt sich hier um die dickste reguläre Ausgabe in der Geschichte unseres Magazins (noch mehr Seiten hatte nur das Heft zum zehnjährigen Jubiläum im vergangenen Jahr) und, hey, es sind ein paar gute Sachen drin.

Zum Beispiel:

WeiterlesenNeu:

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Neu:

ZEIT CAMPUS 4/2017
124 Seiten + zwei Extrahefte
im Kiosk oder hier kaufen

Gestaltung
Cover: Jack Davison (Frau), Nadine Redlich (Wurst) & Friederike Hantel (Hand)
Chefredaktion: Simon Kerbusk & Oskar Piegsa
Art-Direktion: Beate Pietrek
Bildredaktion: Hedi Lusser
Grafik: Beate Zollbrecht, Tanja Laböck, Isabella Hager & Kai Schmitzer

… alle weiteren Credits im Heft.

»What Should Merkel Do Next?«

Eine Umfrage der britischen Zeitschrift Monocle und meine Antwort

Der »Anführerin der freien Welt« unverlangte Ratschläge erteilen: Wer könnte der Einladung dazu widerstehen, wenn sie von einem britischen Journalisten mit posh accent an einen herangetragen wird? Ich nicht.

In der neuen Ausgabe der Zeitschrift Monocle (Nr. 102, Spring/Summer 2017) beantwortete ich deshalb – ebenso wie Ai Weiwei, Yanis Varoufakis, Wolfgang Tillmans und einige andere – die Frage »What Should Merkel Do Next?«. (Ein Klick auf die Fotos führt zu einer größeren Ansicht.)

Ich folge dabei den Erkenntnissen von Was geschah wirklich?, einem Artikel der Zeit aus dem vergangenen Jahr. Mich nervt die immer wieder geäußerte Behauptung, Angela Merkel habe im Sommer 2015 übertrieben moralisch gehandelt oder gar einen lange gehegten demographischen Plan umgesetzt. Bollocks!

Ob es politisch klug wäre, wenn die wegen ihrer Bemühung des Begriffs der »Alternativlosigkeit« oft gescholtene Kanzlerin diesen Begriff nun wieder ins Spiel brächte? Möglicherweise nicht. Aber zum Glück kann ich mich darauf verlassen, dass unverlangte Ratschläge ohnehin selten erhört werden.

Re: Welche Reportagen kann man heute noch schreiben?

Andererseits:

Die besten Geschichten sind so gut wie nie völlig neue Geschichten; sie sind nur neu erzählt. Beim Schreiben ist der offizielle Anlass fast nichts. Aber was man daraus macht fast alles.

– Constantin Seibt: Deadline. Zürich: Kein & Aber, 2013: 45. (Klick)

Writing about yourself vs. writing about others

What’s difficult is that when one writes about oneself, one is obligated to write about other people. And there, as much as one has the right to write absolutely whatever one wants about the self — and once again, for me, that’s not very difficult — to write about others is an enormous problem. The sincerity that you can exhibit with yourself, you have no right to inflict on anyone else.

– Emmanuel Carrère, talking to Wyatt Mason of the New York Times Magazine for the article How Emmanuel Carrère Reinvented Nonfiction.

Gut aussehen im Netz

Ein Paradigma für die Gestaltung von Waren, Kunst, Protesten, Promis

Es reicht heute nicht mehr, dass Dinge gut aussehen. Sie müssen auch im Internet gut aussehen:

[I]n Zeiten von Smartphones und Social Media wirbt ein Produkt nicht mehr nur im Laden für sich […]. Wirklich erfolgreich ist ein Produkt erst, wenn es möglichst oft auf Plattformen wie Instagram, Pinterest oder Facebook auftaucht.

Das schreibt der Kulturwissenschaftler Wolfgang Ullrich (in: »Knips mich!«, Brand Eins, Nr. 12/2016, Seite 122).

Im Produkt- und Verpackungsdesign komme es demnach darauf an, nicht nur schöne, sondern auch möglichst fotogene Waren zu gestalten. Das Produkt müsse sich in die professionelle Ästhetik der bezahlten »Influencer« einfügen lassen, aber auch dann noch gut aussehen, wenn es von Laien fotografiert wird. Und: Ein erfolgreiches Produkt müsse seine Nutzer anregen, es fotografieren zu wollen.

Die Aufmerksamkeits- und Erfolgskriterien, die Wolfgang Ullrich für die Warenwelt beschreibt, haben sich auch einige junge Künstler angeeignet.

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