Was ich mal beim Pornodreh in einem besetzten Haus erlebte …

… das erzählte ich neulich beim Tag der ZEIT im Kampnagel-Theater in Hamburg. Jetzt ist ein Video von meinem kurzen Vortrag online. Mit Fotos! Keine Sorge, die sind jugendfrei. Bitte schauen Sie hier.

(Foto: Bettina Theuerkauf für DIE ZEIT.)

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Oh, Jacobin! Hello again!

It’s been more than five years since I met Bhaskar Sunkara, the founder and editor of Jacobin Magazine, in a coffee shop in a basement somewhere in Bed-Stuy. He was in his 20s, I was in my 20s and I had no idea he’d write American history.

Back then, I’d been on a trip down the east coast to meet the editors of a resurgent scene of little magazines who published their cultural criticism the (very) old way: With black ink on white paper, with little or no photos or fancy layouts, in a language free of jargon and academese. Serious people. Smart people. People who seemed rather out of place in the 21st century.

After all, newspapers and magazines were dying left and right and experts talked about the wonders and inevitability of a form of digital publishing that was geared towards social media. Which meant: Short pieces. Short sentences. Don’t provoke people to think. Trigger them, so your shit may go viral.

Talking to the editors of n+1 (in New York), The Baffler (in Cambridge and DC), The Point (in Chicago) and Jacobin (also in NY) was inspiring. Here were people who demanded the right to treat their readers like grown-ups. I loved it.

But my trip also felt like a rather nerdish pursuit. I’d written about n+1 for Spex, but when I embarked on my journey, I had no idea whether I would find a German publication that might be interested in my exploits. Eventually, DIE ZEIT offered a whole page for me to introduce their readers to n+1, The Baffler, The Point and Jacobin. My piece was called „Klare Sprache, schwarze Tinte“. Someone even translated it into English, guerilla-style.

Fast forward five years and I pull this book from my mailbox. It’s an anthology of German translations of pieces taken from Jacobin, published by Suhrkamp Verlag.

It makes sense to read and to re-read Jacobin pieces now. After all, on both sides of the Atlantic, the left is struggling to find it’s purpose. Jacobin, in the meantime, has been part of the revival of socialist thought in the US, one of the many unexpected surprises on the American political scene in recent years.

Still ♥’ing Holzmedien

Die neue ZEIT CAMPUS. Mit Schwerpunkt zur Wohnungssuche. Mit vielen Tipps zum neuen Semester (Trampolin kaufen!). Mit Blicken hinter die Kulissen einiger der erfolgreichsten deutschen Influencerinnen. Mit Reportagen, die wehtun. Und mit einem Extraheft zur Zukunft des (stationären) Handels.

Ab sofort für 3,30 Euro überall, wo es gute Zeitschriften gibt, oder hier bestellen.

Lernen von Lokalzeitungen

Zukunft der Medien: Die Norderneyer Badezeitung war schon hyperlocal, bevor das cool wurde. Sie ist das nämlich seit 1868.

Diese Zeitung funktioniert nach der Logik von Indie-Magazinen: Hoher Copy-Preis — 90 Cent für acht Seiten —, keine einzige Werbeanzeige, mutmaßlich eine gute Portion Selbstausbeutung bei den vier im Impressum gelisteten Redakteurinnenen und Redakteuren, die werktags immerhin zwei Seiten Lokales produzieren. (Überregionales kommt aus Oldenburg, außerdem gibt es noch eine Seite Fernsehprogramm.)

Bis vor zehn Jahren war die Badezeitung auch tatsächlich independent, heute gehört sie zu einer Zeitungsgruppe in Leer auf dem Festland. Immerhin: Die drei Verlegerinnen der Badezeitung (es sind nur Frauen — ProQuote!) haben noch alle denselben Nachnamen.

Was mir wirklich imponiert ist die präzise Steuerung der Auflage: 1008 Exemplare der Zeitung werden nach eigenen Angaben gedruckt, 918 davon verkauft (Angaben laut Impressum der Zeitung, beglaubigt durchs IVW-Siegel). Ich kann mir nicht vorstellen, dass das viele andere Zeitungen ähnlich präzise hinbekommen. Andere Blätter produzieren jeden Tag einen unverkauften Überschuss von 30 Prozent und mehr.

Aber gut, es gibt eben auch eine überschaubare Anzahl an Verkaufsstellen auf dieser Insel. In einer davon, dem Ney-Kiosk, sagt der Verkäufer auf meine Frage, wieviele Exemplare er im Schnitt so remittiert: „Manchmal isse ausverkauft, manchmal bleibt was über. Kommt drauf an was drinsteht.“

Friesisch herb. War ja auch ’ne doofe Frage.

Neuer Podcast: Warum die Hitzewelle bereits der Klimawandel ist

Auf einen Cold Brew (deutsch: kalte Brühe) mit Stefan Schmitt, dem stellvertretenden Leiter des „Wissen“-Ressorts der ZEIT.

Für den ZEIT-Podcast „Hinter der Geschichte“ sprachen wir über die aktuelle Hitzewelle. Und über die Frage, ob das da draußen bereits der Klimawandel ist.

Lessons learned:
1) Ja, ist es.
2) Trotzdem tut sich wenig, auch im vermeintlichen Klimaretterland Deutschland. Stefan: „Wir zahlen gerade auf mehr Extremwetter und generell auf mehr Unsicherheit in der Zukunft ein.“ Und das, obwohl schon die letzten zwanzig Jahre für den Klimaschutz verschwendete Zeit gewesen sein.
3) Liegt im extraheißen Sommer auch die Chance für einen Bewusstseinswandel und für politische Aktion, weil wir jetzt spüren, was bisher abstraktes, statistisches Wissen war? Stefan: „Wäre toll.“
4) Optimistisches Schlusswort: entfällt.

Nachzuhören gibt es das ab sofort: online unter freunde.zeit.de, in der ZEIT-App, auf Spotify und an vielen anderen Orten, an denen es Podcasts gibt.

Die neue ZEIT CAMPUS

»Ich kann nur unter Stress gut arbeiten«, sagen viele und zögern die Abgabe von Hausarbeiten oder Bewerbungen bis zum letzten Moment hinaus. Ehrlich gesagt: Auch wir in der ZEIT CAMPUS-Redaktion sind mit unserem neuen Heft erst spät fertig geworden. Ist das ein Problem?

Unsere Kollegin Josefa Raschendorfer hat für unsere Titelgeschichte darüber mit Psychologen und professionellen Nichtstuern gesprochen. Jetzt sind wir beruhigt. Denn Josefa sagt: Prokrastinieren ist Mist, aber Pausenmachen wichtig.

Die neue Ausgabe gibt es (zusammen mit einem Extraheft über den Klimawandel) ab sofort überall im Zeitschriftenhandel, in Mensen und Uni-Cafeterien von mehr als hundert deutschen Studentenstädten sowie online hier.

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