Termine: Kunst, Revolte & Gender

Busy weeks ahead. Reden wir über … alles.

Zum Beispiel über die Frage:

Ist Männlichkeit giftig? Ist Männlichkeit heilbar? Dazu befrage ich den Autoren Jack Urwin, der gerade mit Boys Don’t Cry für einigen Wirbel sorgt (hier meine Notizen zum Buch). Wir sprechen am Mittwoch, 10. Mai 2017, ab 19:30 Uhr in der W3 in Hamburg-Ottensen. Alle Infos zur Veranstaltung hier.

Brauchen wir ein neues ’68? Zum 50. Jubiläum der Aufstände von 1967/1968  – nach Trump, Brexit und dem europaweiten Rechtsruck – könnte es Zeit sein für eine neue Studentenbewegung. Oder? Martina Kix und ich diskutieren darüber mit Kübra Gümüşay, Diana Kinnert, Knut Nevermann, Rainer Langhans am 13. Mai 2017, ab 20 Uhr im Audimax der Uni Hamburg bei der Langen Nacht der ZEIT. Alle Infos hier.

Was ist natürlich an der Natur? Der Fotograf Claudius Schulze ist fünf Jahre lang mit Kranwagen und Großformatkamera durch Europa gefahren, um für sein Projekt State of Nature Landschaften zu dokumentieren, die nur existieren, weil Menschen sie schützen – vor den Konsequenzen menschlichen Handelns. In der Freelens-Galerie stellt Claudius seine Fotos erstmals in Deutschland aus und ich darf ein paar Worte zur Einführung sagen. Am 8. Juni um 19 Uhr. Alle Infos voilà.

Alle Veranstaltungen sind öffentlich, teilweise werden dazu Kaltgetränke serviert. Seien Sie dabei, wenn Sie mögen.

Er bringt Musik in die Elphi

Es wurde viel über das Gebäude der Elbphilharmonie gestritten – wer ist der Mensch, der es bespielt? Nach zwei oder drei Begegnungen mit dem Intendanten Christoph Lieben-Seutter habe ich für Die Zeit aufgeschrieben, wo der Mann herkommt. Und was er mit seinem teuren Konzerthaus vorhat. Hier nachzulesen.

Foto: Michael Zapf, via Elbphilharmonie.

So was von da: Zu Besuch bei den Dreharbeiten im Club

Der Regisseur Jakob Lass (Love Steaks) verfilmt in einem Club in Hamburg gerade den Nachtleben-Roman So was von da von Tino Hanekamp. Ich habe die Dreharbeiten eine Nacht lang begleitet und berichte hier darüber.

(Foto: Claudius Schulze)

Hallo, Elbphilharmonie!

Die Zeit macht ein Sonderheft & der Intendant verlegt seinen Schlüssel

Zehn Mal so viel wie geplant hat die Elbphilharmonie die Stadt Hamburg gekostet (statt 77 Millionen Euro rund 790 Millionen), ein bisschen länger gedauert als geplant hat es auch (eröffnet wird am 11. Januar 2017 statt im Jahr 2010), und jetzt, wo das Ding endlich steht, kann man den Verantwortlichen immer noch eine gewisse Nervosität unterstellen. Zumindest ist doch kurios, dass sie sogar die Rauchverbotschilder in der Elbphilharmonie mit Logos versehen haben. Bloß nicht vergessen, wo wir uns gerade aufhalten!

Das Foto oben habe ich am vergangenen Freitag gemacht, als ich mit meinen Kollegen Daniel Haas, Hanno Rauterberg und mit einigen weiteren Journalisten durch das Gebäude geführt wurde.

Als wir rauskamen, dachte ich: leider geil. Die kritische Haltung, die man über Jahre der Baupannen, Skandale und Kostenexplosionen entwickelt hat, wird durch einen Besuch in diesem Bau doch einigermaßen verunsichert. Es fällt mir jedenfalls nicht mehr leicht, die Elbphilharmonie abzulehnen, nachdem ich erst mal drin gewesen bin.

Ausführlicher erzählte ich von meinen Eindrücken aus dem Neubau im Hafen am Mittwoch auf einer Diskussion der Zeit im Bucerius Kunstforum, die hier als Videomitschnitt zu sehen ist.

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Die Stadt als Spielplatz

Ein neuer Stadtführer für Hamburg braucht nicht viele Worte

Der Illustrator Malte Knaack hat einen Hamburg-Stadtführer veröffentlicht, ganz ohne Alsterschwäne, schöne Fotos und Museumsöffnungszeiten.

In der Tradition von Keri Smiths Bestseller Mach dieses Buch fertig lädt Knaacks Mach’s in Hamburg dazu ein, die Stadt besser kennenzulernen, indem man in und mit ihr spielt, ohne Scham vor Kindereien.

Ich habe das ausprobiert und hier für Die Zeit, äh, rezensiert.

Und so sieht das Buch aus, wenn man damit fertig ist:

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Schöne Grüße aus der Interzone

Die Band Trümmer startete eine Bar. Ich war dort. Es war schön.

Letzte Woche bin ich in der Interzone abgetaucht. Nicht in der von William S. Burroughs, sondern in der von Trümmer.

Interzone heißt erstens das neue Album der Indierock-Band, Interzone hieß zweitens auch ihre temporäre Bar in der Grindelallee, in der Leute wie Bernd Begemann, Ashraf Sharif Khan & Viktor Marek, Die Vögel, Phuong-Dan, Lafote, und, klar, Trümmer auftraten.

In der Interzone zu sein bedeutet drittens und vor allem, erklärte mir Trümmer-Sänger Paul Pötsch, sich der »Bejahung des Kontrollverlusts« zu verpflichten und dem »Ende der Selbstoptimierung«. Darauf einen Pitcher Sekt auf Eis.

Eine Depesche aus der Interzone entsandte ich an Die Zeit, in deren heutiger Ausgabe sie veröffentlicht worden ist (im Hamburg-Ressort, das in Hamburg der gedruckten Ausgabe beiliegt und überall sonst auf der Welt in den Apps der Zeit zu lesen ist) sowie online hier.

Vielleicht noch eindrucksvoller: Die Fotos, die Robin Hinsch in der Bar aufgenommen hat. Auch das Foto über diesem Posting stammt von Robin, alle weiteren Bilder sind hier in seinem Blog zu sehen.