Wie Corona die Ungleichheit in den Schulen verstĂ€rkt

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SchĂŒlerinnen und SchĂŒler aus armen Familien werden in Hamburg doppelt benachteiligt, sagt die Schulbehörde. Das gilt aber nur in guten Zeiten. Jetzt, in der Coronakrise, ist die Benachteiligung wohl eher eine drei- bis fĂŒnffache.

Mehr dazu ab heute in den Hamburgseiten der neuen ZEIT, erzĂ€hlt am Beispiel der Grundschule FĂ€hrstraße in Wilhelmsburg.

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YASO: Die Spuren eines SprĂŒhers in Ottensen

YASO, Große Rainstraße, Hamburg (April 2019)
YASO, Große Rainstraße, Hamburg (April 2019)

Manche Leute sagen, dass GerĂŒche eine besondere Kraft haben, Erinnerungen zu wecken. Oder Melodien, die man lange nicht mehr gehört hat. Das ist bestimmt alles wahr. Aber fĂŒr mich gibt es noch etwas, das Erinnerungen triggert: Straßenecken.

Mitte der Nullerjahre zog ich – eher widerwillig – nach Hamburg und fing hier ein Studium an. Auf der Reeperbahn standen damals noch Koberer (»Sssss-tehn geblieben, Freunde des Sexualsports!«). In Ottensen gab es noch Bunker und Brachland. Und fĂŒr das Geld, das man heute fĂŒr eine Eigentumswohnung zahlen muss, hĂ€tte man damals drei bekommen. OK, ich ĂŒbertreibe: zweieinhalb.

Es ist nicht lange her, aber einige Sachen sind unwiderbringlich verloren. Zum Beispiel Buchstaben, die auf WÀnden standen. Damals sind mir zwei Graffiti-Pieces aufgefallen, an denen ich fast tÀglich vorbeikam und die sich in mein GedÀchtnis eingebrannt haben.

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Was ist das Hamburger Abi wert?

edf

Das Titelthema der neuen Hamburg-Seiten der ZEIT ist #thenewnormal. Oder, ein bisschen gefĂ€lliger formuliert: »Hamburgs neues LebensgefĂŒhl«.

(In der Hansestadt und dem Umland gibt es die Hamburg-Seiten noch bis kommenden Mittwoch in der gedruckten ZEIT, ĂŒberall sonst digital: als PDF oder in der App) .

Weil aktuell — dem Virus und allen SchĂŒler*innenprotesten zum Trotz — das Abi geschrieben wird, habe ich eine Doppelseite beigesteuert, auf der ich sieben populĂ€re Abimythen einem Faktencheck unterziehe:

Wird das Abi wirklich immer leichter? Gibt es Noten heute geschenkt? Und ist das Abi in Bayern wirklich hÀrter als bei uns?

Spoiler: Die meisten dieser Mythen sind Quatsch. Aber nicht alle.

Jetzt im Handel. Support your local Kiosk! Alternativ: Kontaktlos online lesen hier (fĂŒr Abonnent*innen und solche, die es werden wollen).

Wie lĂ€uft das Homeschooling in Hamburg?

Die Corona-Krise verĂ€ndert alles, auch die Bedeutung unserer Worte. Zum Beispiel »Homeschooling«: Es ist nicht lange her, da war dieser Begriff christlichen Fundamentalisten in den USA vorbehalten. Leuten, die ihre Kinder von der Schule nehmen, um sie vor den Zumutungen von Sexualkunde und Evolutionstheorie zu bewahren. In Deutschland ist Homeschooling verboten, so steht es zum Beispiel im Hamburgischen Schulgesetz, Paragraf 37, Absatz 1: »Wer in der Freien und Hansestadt Hamburg seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat, ist in Hamburg zum Schulbesuch verpflichtet.«

Dann kam das Coronavirus. Und plötzlich reden alle von Homeschooling, als wĂ€re klar, was damit ĂŒberhaupt gemeint ist. Halt irgendwas mit »zu Hause« und »Beschulung«, auch wenn das vor Kurzem noch unvereinbare GegensĂ€tze waren. Wir erleben gerade das wohl grĂ¶ĂŸte Bildungsexperiment in der Geschichte der Bundesrepublik, und sein Ausgang ist ungewiss.

Sechs Thesen dazu, was beim Corona-Fernunterricht in Hamburg funktioniert – und was besser werden muss: in meinem Text auf ZEIT ONLINE (fĂŒr Abonnent*innen und solche, die es werden wollen).

Corona: Wohin mit den Kindern?

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Kita zu, Spielplatz zu, Bolzplatz zu. Stattdessen: Kinder mit Bewegungsdrang in Stadtwohnungen, die sich schon an guten Tagen zu eng anfĂŒhlen. Nun mĂŒssen Eltern erfinderisch werden.

Ich habe fĂŒr DIE ZEIT ĂŒber gefesselte SpielplĂ€tze und entfesselten Bewegungsdrang geschrieben, inkl. einiger VorschlĂ€ge, was sich jetzt mit den Kleinen an Abenteuern erleben lassen: jetzt online (fĂŒr Abonnent*innen).

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