Die Tücken der Digitalkunst

lifeforms-kunstverein

Sie sehen hier Lifeforms (2021), eine künstlerische Arbeit von Sarah Friend, die unter anderem aus einem Smartphone besteht, das mal wieder ein Update vertragen könnte.

Solche Aussetzer ziehen sich durch die Gruppen-Ausstellung Proof of Stake, die noch dieses Wochenende im Kunstverein in Hamburg zu sehen ist. Die Arbeit Air Rights von Agnieszka Kurant war heute bereits abgebaut, weil sie, wie ein Aushang informierte, »derzeit in technischer Wartung« sei.

Dann ist da noch eine zentrale Installation, die nur so halb funktioniert: Die Kurator*innen Bettina Steinbrügge und Simon Denny haben verschiedene Gegenstände gesammelt, deren Bedeutung sich durch beigefügte QR-Codes erschließen soll — die führen allerdings alle bloß zu Fehlermeldungen.

Digitale Kunst ist offenbar besonders fehleranfällig und wartungsintensiv, auf einmal bräuchten Ausstellungsräume nicht nur Aufpasser (die gibt es hier, denn niemand soll die Smartphones klauen), sondern auch einen IT-Support, aber wer soll den bezahlen?

Sarah Friend hat das alles klugerweise schon antizipiert: »A system requires gentle support and maintenance«, heißt es auf ihrem Handyscreen.

(Womöglich ist es aber auch einfach das Konzept und die Kunstwerke reflektieren ihre Materialität und den institutionellen Kontext? Oder so.)

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