Schlaflos im Shopping-Tempel

Dass die Nacht im Einkaufszentrum eine unruhige werden könnte, dämmert mir kurz nach Ladenschluss. Da komme ich gerade von der Mitarbeitertoilette, die hinter den Shops und Fahrstuhlschächten gelegen ist, in jenen Gängen der Hamburger Europa-Passage, die man als Kunde eigentlich gar nicht betreten darf, und werde von einem Sicherheitsmann gestoppt.

»Sie sind derjenige, der heute in diesem Cube schläft«, sagt er. Ich nicke, obwohl der Mann das als Feststellung formuliert hat, nicht als Frage. »Nur, dass Sie sich nicht wundern«, fährt er fort, »wir testen heute ein paar Mal den Neptun 500.« Den was? »Den Neptun 500«, sagt der Sicherheitsmann. »Das ist so’n Feueralarm.« Dann singt er eine kurze Melodie: »Dii-Düü-Dümm. Neptun 500. Muss gemacht werden. Also nur, dass Sie sich nicht wundern.«

In der Europa-Passage in der Hamburger Innenstadt kann man jetzt übernachten. Ja, mitten in einer Pandemie. Ich habe das mal ausprobiert und erzähle auf ZEIT ONLINE, was ich nachts im Einkaufszentrum erlebt habe (Z+ / Abo).

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