Schafft zwei, drei, viele Elbphilharmonien!

Hamburg plant ein neues Großbauprojekt

In Hamburg ist der #elphischock (also das kollektive Trauma aus Kostenexplosion, Bauzeitverzögerung und struktureller Verantwortungslosigkeit) jetzt offiziell überwunden. Der Stolz überwiegt, die Schmach ist vergessen, „Elbphilharmonie“ ist kein Schimpfwort mehr.

In Köln betont man zwar noch, der Neubaukomplex am Dom werde keine „zweite Elbphilharmonie“. Dasselbe heißt es in München über das Interimsquartier in Sendling und in Rostock über das Landesmuseum (keine „zweiten Elbphilharmonien“!). Und, ja, auch in Hamburg war noch vor wenigen Monaten beteuert worden, die Sanierung des Kongresszentrums werde keine „zweite Elbphilharmonie“ und auch der geplante Elbtower: keine „zweite Elbphilharmonie“.

Doch jetzt zieht die SPD mit einer neuen Idee in den Bürgerschaftswahlkampf: Kultursenator Carsten Brosda verkündet heute im Abendblatt, man wolle in Hamburg ein bundesweit einzigartiges Großprojekt starten, dessen Kostenrahmen und Finanzierung offenbar noch weitgehend ungeklärt ist, „eine Art Elbphilharmonie der Digitalisierung“.

Alles Gute dafür.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s