Über Rechte reden (II) 

Diedrich Diederichsen über das Buch Mit Rechten reden:

[D]ass es einen Zusammenhang zwischen dem Treiben einiger schrulliger sogenannter rechter Intellektueller und den Erfolgen von AfD oder FPÖ gibt […] ist natürlich Bullshit. Das ist eben nicht Leninismus, es geht nicht eine denkende Avantgarde voraus, und dann folgen die Massen auf die Straße. Es ist genau andersrum. Diese sogenannten Intellektuellen hängen sich eher an die Erfolge des Pöbels ran. Die Straße ist vorausgegangen.

Heißt für Diederichsen: Besuche von Journalisten in Schnellroda sind unnötig und sogar falsch, weil es darum gehe, politische und soziologische Zusammenhänge zu analysieren, nicht darum, was an einzelnen Akteuren, die im Zuge von Pegida etc. gefühlt an Relevanz gewinnen, „als [Privat-] Personen interessant sein könnte“.

Dann eine eher abenteuerliche These (oder ein Witz):

[D]ie sogenannten rechten Intellektuellen […] entstehen erst dadurch, dass die Linke sich vor ihnen gruselt.

(Aus: Spex #378, Januar/Februar 2018)

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