Bücher schreiben als Beruf

Presseschau: Fünf Artikel über das Geldverdienen mit Literatur

Wovon leben eigentlich Schriftsteller? Jedenfalls nicht von dem Verkauf ihrer Bücher, wie Maximilian Weingartner in der FAZ vorrechnet. Selbst ein Bestseller (das heißt ein Buch, von dem mehr als hunderttausend Exemplare verkauft worden sind) wirft demnach gerade genug Geld ab, um damit ein paar Jahre über die Runden zu kommen.

Die meisten Schriftsteller schreiben jedoch keine Bestseller. Sehr viel wahrscheinlicher ist, dass es ein Buch nicht mal bis in die Buchhandlungen schafft. Wie es dazu kommt, hat bereits vor einigen Jahren Wolfgang Uchatius an einem beispielhaften Sachbuch in der Zeit erzählt.

Allerdings ist Rettung in Sicht! Vielleicht. Denn zwei Wissenschaftler haben eine Software entwickelt, die analysiert, welche stilistischen und inhaltlichen Eigenschaften historische Bestseller (im amerikanischen Markt) ausmachen. Damit kann man also herausfinden, was sich gut verkauft, und seine eigenen Romane entsprechend ausrichten. Marc Felix Serrano hat einige Erkenntnisse in der FAS zusammengefasst.

Spoiler: Sex ist überbewertet, wenn es darum geht, welche Romane gekauft werden und welche nicht. Was ein bisschen kurios ist. Denn Serranos Kollege Weingartner hatte in seinem Text noch angeregt, man könne zum Gelderwerb ja Pornobücher schreiben. War wohl ein Witz.

Stattdessen zum Fernsehen zu gehen und dort Moderationstexte zu schreiben, hat Thorsten Krämer ausprobiert. Krämer hat für seine literarischen Arbeiten Preise gewonnen, doch sein Geld verdiente er lange mit Off-Texten für Das perfekte Dinner. Die Welt der Literatur und die des Fernsehens vergleicht er in einem Essay in Edit

Noch ein vergleichender Text, der offenbar sehr genau beobachtet und in der Folge ebenfalls lehrreich ist: Ernst-Wilhelm Händlers Betrachtungen des Literatur- und Kunstmarkts, bzw. der Frankfurter Buchmesse und der Kunstmesse Art Basel, erschienen in der Welt.

Jetzt ist die Frankfurter Buchmesse wieder vorbei. Ein Glück! Man kann in den Kulturteilen der Zeitungen endlich wieder von anderen Themen lesen. Wie zum Beispiel von Donald Trump. Oder von anderen Horrorclowns. Na ja.

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