Sterben ist okay. Die Heiterkeit machen ein Album namens Pop & Tod

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Neulich noch gegen die metaphysischen (esoterischen? frömmelnden?) Neigungen gewisser Zentralorgane der Pop-Publizistik polemisiert, die zum Tod von Pop-Stars titeln, aber mit so einem seltsamen Zeugen-Jehovas-Ton.

Jetzt festgestellt: Huch, das neue Album von Die Heiterkeit, einer der aufregenderen Bands in Hamburg, wird Pop & Tod heißen (siehe Cover oben). Und, als wäre das nicht genug, das Album wird ein doppeltes sein, also zwei Platten bzw. Playlists umfassen, Pop & Tod I und Pop & Tod II.

Es wird also weiter über den Tod zu reden sein. Und darüber, wie man über den Tod redet.

In dem pünktlich zu Ostern (Auferstehung!) vorab veröffentlichten Video macht das die Band mit Klavier, Streichern, klar, und mantramäßiger Textwiederholung. Das sind in diesem Zusammenhang zwar nicht unbedingt originelle Stilmittel, aber die metaphysische Überhöhung des Todes bleibt erfreulicherweise aus. Das gleißend helle Licht im Video kommt nicht aus dem Jenseits, sondern aus profanen Leuchtstoffröhren.

Schauen Sie hier:

Die Kernbotschaft: Sterben ist okay. Auch wenn der Tod, vielleicht, vielleicht, doch das Ende ist, und nicht der Übergang in Zeugen-Jehovas-mäßige campy Gärten, in denen Lämmer mit Löwen kuscheln, Menschen aller Hautfarben mit überweltlich weißen Zähnen grinsen und David Bowie vorbeischlendert, um schnell noch die neue Spex aus dem Briefkasten zu holen.

Die Heiterkeit: Pop & Tod erscheint am 3. Juni 2016 bei Buback Tonträger.

1 Kommentar zu „Sterben ist okay. Die Heiterkeit machen ein Album namens Pop & Tod

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