Neil Postman: Internet, Empathie und öffentlicher Raum

Neil Postman, 1995:

When I hear people talk about the Information Superhighway, it will become possible to shop at home and bank at home and get your texts at home and get entertainment at home and so on I often wonder if this doesn’t signify the end of any meaningful community life. I mean, when two human beings get together they’re copresent. There’s build into it a certain responsibility we have for each other […] you can’t just turn off a person. On the internet you can. And I wonder if that doesn’t diminish that build-in human sense of responsibility we have for each other.

Die Zweifel erwiesen sich als begündet und unbegründet. Während eine Verrohung der Umgangsformen in Teilen des Netzes nicht zu leugnen ist (ein Beispiel & noch ein Beispiel), kann wohl kaum die Rede davon sein, dass es offline im Vergleich zu den 1990er Jahren einen größeren Mangel an Empathie gibt. (Ja, es gibt Ausnahmen.)

Die pessimistische Haltung, die Postman hier formuliert, und die optimistische Haltung, dass Medien Distanzen zwischen Menschen zu überbrücken helfen (und etwa uns in Europa das Leiden von Menschen auf der anderen Seite des Mittelmeeres intellektuell und affektiv näherbringen) schließen sich offenbar nicht gegenseitig aus.

Video via Andrew Golis at This.cm.

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