Jetzt in der Mediathek: Die Doku »Die Arier« von Mo Asumang

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Abb. 1-2: Mo Asumang im Gespräch mit einem Ku Klux Klan-Typen, der gar nichts gegen Schwarze hat, aber …

»Was ist ein Arier?«, fragte sich Mo Asumang. Und machte einen Film, für den sie Menschen befragte, die’s wissen müssten. Also zum Beispiel Historiker, Burschis, Hassprediger, wortkarge NPD-Kader und den einen oder anderen schamhaften Kapuzenträger (siehe oben).

In Asumangs Dokumentation Die Arier lernt man allerhand über berufs- und hobbymäßige Hater – nur wer sich als Arier qualifiziert, bleibt auch nach anderthalb Stunden unklar: Perser? Aliens? Casper, the friendly Ghost? Huch, sollte es sich bei der Rassenkunde womöglich um Bullshit handeln?

In seiner Kritik in der FAZ verglich Oliver Jungen den naiven Ansatz von Asumang, der im schlimmsten Fall nervt, im besten Fall aber entlarvend wirkt, mit Jon Ronson, dem Autor von Them! Adventures with Extremists. Ich musste auch an Louis Theroux denken und seine Doku The Most Hated Family in America. Das Ergebnis ist jedenfalls sehenswertes Edutainment – und erfrischend unorthodoxer Journalismus.

Ihre Kinder, werte Leserinnen und Leser, werden Die Arier in den kommenden Jahren mit einiger Wahrscheinlichkeit im Sozialkundeunterricht gezeigt bekommen. Sie müssen selber klicken, und zwar möglichst vor dem Verfallsdatum in der nächsten oder übernächsten Woche: Auf diesen Link zur ZDF-Mediathek.

1 Kommentar zu „Jetzt in der Mediathek: Die Doku »Die Arier« von Mo Asumang“

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