»Ich habe mich vertan«: Der zweite Erzählsalon auf St. Pauli am 5.11.

Gustav Beyer beim ersten Erzählsalon auf St. Pauli (2013)

Abb: Ein Eindruck vom letzten, ersten Salon: Gustav erzählte, Seb schmökte sich einen & das Klavier wartete auf Stephanie.

Vor einigen Wochen hat Claudius zum ersten Erzählsalon in sein Wohnzimmer auf St. Pauli eingeladen. Ich hatte keine Ahnung, worauf ich mich einlasse, als ich zusagte, eine Geschichte zum programmatischen Thema »Das erste Mal« zu erzählen. (Claudius übrigens auch nicht.)

Es wurde dann aber ganz gut. So gut, dass Claudius für Dienstag, den 5. November, den zweiten Erzählsalon angesetzt hat. Dieses Mal werde ich nicht erzählen, habe aber einen kleinen Werbetext aufgesetzt:

Die Geschichte der Weltliteratur ist eine Geschichte des Irrtums: Romeo dachte, Julia wäre tot. Käpt’n Ahab dachte, er kriegte den Wal schon klein. Der König von Böhmen dachte, er könnte Sherlock Holmes mit einer Maske täuschen. Und der Kaiser dachte, er hätte neue Kleider an.

Ein Irrtum der Moderne: »Doch, doch, Godot kommt noch.« Ein Irrtum der Antike: »Fuck!« Doch da stand Troja schon in Flammen.

Also: Ohne Irrtum keine guten Geschichten. Stetig bemüht, in das jüngere Ende der Literaturgeschichte ein paar Beulen zu boxen, lädt Claudius Schulze am Dienstag, 5. November 2013 um 19:30 Uhr zum zweiten Erzählsalon in seinen Wald auf St. Pauli (Paul-Roosen-Straße 7). Das Thema: »Irrtum«.

Nicht jeder, der kommt, muss was erzählen. Aber einige schon. Wer will? Wir hoffen auf Geschichten über falsche Freunde und grobe Fahrlässigkeiten, über Scheuklappen und Schuppen von den Augen; wir freuen uns auf Verwechslungskomödien und mehr.

Die einzigen Regeln:
1) Die Geschichte muss wahr sein
2) Die Geschichte muss frei erzählt werden
3) Zehn bis zwanzig Minuten sind optimal

Freunde und Freunde von Freunden sind herzlich willkommen, aber bitte: Wer nicht erzählt, muss was spenden – dafür gibts Bier, Wein, Snacks und Dach übern Kopf. Wer denkt, er hätte am 5. November Besseres vor, irrt!

Da es beim letzten Mal bereits kuschelig voll war, wird es dieses Mal wohl apokalyptisch eng werden. Es wird weiter die Taktik der flauschigweichen Tür verfolgt, aber melden Sie sich doch vorher bei dem Gastgeber an.  Denn: der muss die passende Menge an Kaltgetränken einkaufen und eventuell rechtzeitig die Reiterstaffel rufen.

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