Sklavenarbeit im Schanzenviertel:

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Abb. 1-3: Graffiti an der Bushaltestelle Bernstorffstraße in Hamburg

Eine originelle – wie sagt man? – urbane Intervention ist derzeit an einer Bushaltestelle im Schanzenviertel zu sehen. Die Totenköpfe sind so auf die Scheibe vor den rotierenden Werbeplakaten gemalt, dass sie die Gesichter der Models verdecken, die hier für Billigkleider von C&A und Mango werben. Daneben steht: »Made from Slaves!«

Die Präposition »from« statt »by« ist natürlich falsch, aber erstens ist das mit der englischen Rechtschreibung eh so eine Sache und zweitens hat man als Graffiti-Künstler manchmal einfach nicht viel Zeit

Dass sich dieses Adbusting ausgerechnet gegen C&A und Mango wendet, ist wohl kein Zufall: Die Kampagne für Saubere Kleidung wirft Mango vor, in Bangladesch Fabriken zu nutzen wie jene, bei deren Einsturz im Mai mehr als tausend Menschen getötet wurden. Beim Brand in einer Fabrik von C&A sind im vergangenen Jahr ebenfalls in Bangladesch mehr als hundert Menschen gestorben.

Womöglich wurde der Urheber auch von der Website Slavery Footprint inspiriert.

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1 Kommentar zu „Sklavenarbeit im Schanzenviertel:

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