Entfremdungsmomente auf dem Kunsthandwerkermarkt

So sah’s 2010 auf dem Kampnagel-Kunsthandwerkermarkt aus. (Offizielles Pressefoto via Veranstalter-Website)

Heute Nachmittag auf dem „Hello Handmade“-Markt im Hamburger Kampnagel:

Es ist warm und voll und alles ist bunt und öko und plüschig und weich, junge Familien und Mädchen und Jungen und ältere Menschen (aber jung geblieben in Herz und Gemüt) drängen um Stände mit Siebdruck-Grafiken auf Recycling-Papier, kaufen Bio-Schokolade und Hanf-Handcreme und süße Lätzchen und Grinsemonster zum Kuscheln – alles, wirklich alles, handgemacht in kleinen Betrieben.

So ähnlich muss sich Adorno am Strand von Santa Monica gefühlt haben: die Sonne scheint, in der Ferne dudelt Big-Band-Jazz und von überall her kommt der Faschismus gekrochen.

Hello post-(kultur-)industrielle Gleichförmigkeit!

2 Kommentare zu „Entfremdungsmomente auf dem Kunsthandwerkermarkt“

  1. …ich hätte mich auch einfach rechtzeitig an meinen besuch beim letztjährigen holy shit shopping erinnern können, das war im prinzip dasselbe mit zucker und zimt bestreut.

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