Heute in der taz: Zu Besuch bei einem mutmaßlichen Terrorhelfer

Mustafa Yoldas hatte verschlafen, als es an einem Dienstagmorgen im Juli an der Tür seines Einfamilienhauses läutete. „Morgens um sieben standen da sechs bewaffnete Polizisten mit einem Durchsuchungsbefehl“, erinnert sich der 40-Jährige. Bisher hatte er sich im interreligiösen und politischen Dialog engagiert, in einer Moschee gebetet, deren Minarette mit Pop-Art-Mustern verziert sind, und Polizisten im Antiterrorkampf beraten. Jetzt wurde er selbst verdächtigt, Terrorhelfer zu sein.

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2 Kommentare zu „Heute in der taz: Zu Besuch bei einem mutmaßlichen Terrorhelfer“

  1. Irgendwie leben wir schon in einem seltsamen Land… was einem übrigens auch auffällt, wenn man die Kommentare zu dem Artikel durchliest. Und das bei der Taz!

  2. Was mich an der Geschichte von M.Y. fasziniert ist, wie ambivalent sie an vielen Stellen ist. Das geht bei der Zusammenarbeit mit der Hamas los. Darf man mit der Hamas unter keinen Umständen zusammenarbeiten? Wenn die Hamas eine Terrororganisation ist, dann ist die Antwort fraglos ja. Aber sie ist eben auch die gewählte Regierung in Gaza. Wenn man mit der nicht zusammenarbeiten darf, was ist dann mit anderen menschenfeindlichen Regimen, in deren Ländern humanitäre Hilfe im schlimmsten Fall auch systemstabilisierend wirkt? Es geht weiter bei der IGMG – ist das eine ausschließlich islamistische Organisation? Ist in so einer Organisation eine Reform möglich? Wie verhält man sich zu Organisation/Reformern? Letztlich kommt man eben zu der Frage, wann ein Bürger als integriert gilt – wiederum eine Frage, die man bei „indogenen“ Deutschen, die sich in Organisationen engagieren, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden (z.B.: Linkspartei) nicht stellen würde.

    Mit solchen Ambivalenzen und Komplexitäten müssen wir wohl umgehen lernen.

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