John McCain über Afghanistan und Vietnam: „Vergleiche mit früheren Kriegen sind immer relevant.“

Der amerikanische Senator John McCain kritisiert im Interview mit der Süddeutschen Zeitung Barack Obamas Afghanistan-Politik, bzw. konkret: das Ausbleiben der verbindlichen Verkündung einer Truppenerhöhung. So weit, so wenig überraschend. Immerhin war John McCain ein früher Unterstützer der erfolgreichen Truppenerhöhung im Irak und hatte sich bereits während seines Wahlkampfes als Präsidentschaftskandidat der Republikaner 2008 für eine ähnliche Strategie in Afghanistan ausgesprochen.

Interessanter finde ich, wie Vietnamenveteran John McCain auf eine Frage nach der Vergleichbarkeit des Afghanistan- und des Vietnamkrieges reagiert. Nicht ablehnend, was ja denkbar wäre, so beliebig wie dieser Vergleich bisweilen angewendet wird (erst war Afghanistan das neue Vietnam, dann der Irak, jetzt wieder Afghanistan), sondern wie folgt:

Vergleiche mit früheren Kriegen sind immer relevant. Aber Fakt ist doch dies: Als die Nordvietnamesen am Ende in Südvietnam einmarschierten, da gabe es im ganzen Land keine amerikanischen Soldaten mehr. Wir waren längst abgezogen, aber das verschweigt die Linke gern.

Merke: Vietnam wurde an der Heimatfront verloren. Und dort ist man aktuell wohl mit anderen Dingen beschäftigt. Apropos: Der Guardian berichtet aktuell von einer Afghanisierung des Afghanistankrieges.

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