Walt Whitman? Dude, poetry’s soo gay!

Hier ein Eintrag fürs Allgemeinbildungsdepartment: obwohl Homosexualität während der amerikanischen Bürgerkriegsjahre in den 1860ern offenbar noch nicht mal medizinisch/psychologisch wahrgenommen und diskutiert wurde, schreibt eine Zeitgenossin über den schwulen Dichter Walt Whitman, dessen Liebesgedichte erschienen ihr „queer“.  Wer hätte damals wohl gedacht, dass dieser Begriff des vagen Unbehagens 100 Jahre später von den derart Beschriebenen aufgegriffen und zum positiven Attribut gewendet werden würde?

Auch „gay“ war damals offenbar als Slangterminus bereits gebräuchlich, wie es bei Roper heißt. In erster Linie, um (weibliche) Prostituierte zu kennzeichnen, die zu Oralsex bereit waren. In einem Brief eines Whitman-Vertrauten ist bereits von einem „gay boy“ die Rede.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s