Cut — Leute machen Kleider: Noch ein neues Magazin!

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Abb. 1: Cut’n’Paste-Cover in Punk-Tradition, denn: das hier ist nicht Handarbeit, das ist DIY!

Woot! Ein zentimeterdickes Magazin mit schönem Layout und Hipster-Models, die desinteressiert in Fotografien herumstehen, und echten Schnittmustern (echt, aka.: mehr noch als so Statement-mäßig wie im Missy Magazin, richtige Schnittmuster, auf Butterbrotpapier gedruckt, zum Ausfalten)! Und für Anfänger wird erklärt, wie man Knöpfe annäht. Danke, liebe Erstausgabe des Cut Magazins, DIY/„Marke Eigenbau“ ist soeben zwei Nummern gewachsen.

Jetzt könnte man es sich kritikmäßig natürlich leicht machen, und darüber nörgeln, dass die in der Zeitschrift enthaltenen Schnittmuster nur für Frauen_sachen sind. Aber damit würde die Rollenklischeekritik ja als Rollenklischee daher kommen. Jungs können doch genauso gut Sommerkleidchen nähen und tragen, ey, was soll daran denn falsch sein?

Überschwängliches Geblogge, weil: wenn jetzt jeder Gang zum Kiosk mit einer überraschenden, neu gegründeten Lebensführungszeitschrift belohnt wird, dann können die Zeiten so schlecht nicht sein. Und wenn doch, naja, dann sparen wir ein bisschen am H&M-Budget und nähen uns unsere Klamotten einfach selbst. Zur Not auch Sommerkleidchen.

Nachkaufen: Cut. Leute machen Kleider. Am Bahnofskiosk. 7 EUR, ca. 172 Seiten.

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Abb. 2: Sagt ein Münchner Magazin zum anderen: Meine Centerfolds sind größer als deine Centerfolds.

3 Kommentare zu „Cut — Leute machen Kleider: Noch ein neues Magazin!“

  1. Hehe, deine Print-Empfehlungen sind echt interessant! Cut ist sicher nix für mich (weil handarbeitstechnisch ungefähr so talentiert wie eine Kaulquappe), aber FP hat mir dafür gut gefallen!

  2. Wenn man Friebe/Lobo, bzw. Lobo/Ramge folgt könnte man auch optimistischer sein und sagen: nicht ein Zeichen der Krise, sondern ein Zeichen der Selbstbefreiuung aus menschenunwüdigen Angestelltenverhältnissen, hin zu selbstbestimmten, handwerklichen Kleinstunternehmern (Designerläden, Zeitschriftenredaktionen). Aber das würde wohl voraussetzen, dass hier Geld verdient wird…

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