Trotz Medienkrise:
Claudius (the übercosmopolitan photographer formerly known as al-Musafir) bloggt wieder. Passend zum Ende des Zuenders in seiner bisherigen Form sieht das ein bisschen aus wie unser Adam-Green-Adventsblog im letzten Dezember. Nette Retrogeste.
Crash, Crash, Boom, Crash. Johannes Kreidler komponiert den Soundtrack zur Krise.
Die Krise kann man jetzt auch tanzen! Johannes Kreidler hat die abstürzenden Aktienkurse von Lehman Brothers, Bank of America, General Motors und anderen vertont. „Die schönsten Melodien scheibt das Leben selbst!“, kommentiert Kreidler seine Arbeit „Charts“ auf seiner Website. „Und Krisenzeiten sind immer gute Zeiten für die Kunst.“
Zuletzt hat sich Kreidler unter anderem kritisch mit dem Urheberrecht auseinandergesetzt und einen Song aus 72.000 Samples zusammengesetzt, die er alle einzeln bei der GEMA zu registrieren versuchte. Ich habe ihn damals für den ZUENDER interviewt, hier der entsprechende Artikel.
Kreidler gegen GEMA: Der Papierkriegserklärung folgte die Tat.
Erst war ich ein bisschen skeptisch, als Johannes Kreidler beim zuender-Interview meine Frage, wieviele Druckerpatronen man verschleißt, wenn man 72.000 GEMA-Formulare ausdruckt, nicht beantworten wollte. Ein Fake? Nö. Freitag machte er ernst.
Hardcore Voyeurismus: Innenarchitektur in Amateur-Pornos
Abb: Innenarchitektur in Amateur-Pornos. Klickste drauf, kommt noch mehr. (© zuender)
Apropos Sommerloch! (Für alle Spaßvögel: Betonung Sommer, nicht Loch.) — wir beim zuender haben auch ein paar Hausbesuche gemacht. Zumindest virtuell. Aus Fotos und Video-Stills von Amateur-Porno-Websites hat unser Grafiker Norbert das Fleisch entfernt, um den Blick aufs Drumherum frei zu machen. Und die Innenarchitektin Katja Soppe war so gut, das ganze kritisch zu kommentieren.
Seit heute online: Unsere Bildergalerie zum Thema „Innenarchitektur in Amateur-Pornos“.
HipHop feat./vs. Barack Obama: Kleiner Zuender-Themenschwerpunkt
Auf dem Zuender brechen wir heute das Three Strike Law in punkto Barack Obama & HipHop:
- Barack Obamas HipHop-Dilemma: Immer mehr Rapper mischen sich in den USA in den Wahlkampf ein. Barack Obama profitiert von dem Support – und leidet darunter.
- „Obama lost me“: Unter Präsident Obama werde für schwarze Amerikaner alles schlechter, sagt HipHop-Aktivist Troy Nkrumah. Ein Interview.
- Von „Fight The Power“ zu „Yes We Can“: Früher war politischer Rap gegen das System. Heute ist er immer häufiger Wahlkampfwerbung. Fünf Videos aus 20 Jahren HipHop.
Viel Vergnügen!
Stadtfest-Gonzo: Reportage von den Hamburg Harley Days. Erschienen bei Zuenders.

Abb.: Rocker-Opa auf den Harley Days. © Anne Ackermann für zuender
Es ist ja schon ein bisschen kurios: Landaus, landein lassen Eltern, deren Erziehungskonzept keinen Platz für Zinnsoldaten und Platzpatronen lässt (zum Beispiel meine), ihre Kinder zum Poffertjes-Essen und Kettenkarusselfahren aufs Schützenfest. Dass der Anlass für solche Feste kollegiales Rumballern und Besoffensein ist, fällt ja kaum auf. Stattdessen: Ein bisschen Folklore, gute Stimmung und viel gefühlte Harmlosigkeit.
Einen ähnlichen Eindruck machten auf mich am Wochenende die Hamburg Harley Days auf dem Heiligengeistfeld. Von dem martialisch/übermaskulinen Lifestyle, den Harley-Fahren in der öffentlichen Wahrnehmung mal darstellte, war hier nichts mehr zu sehen. Nur noch ein paar imposante Bikes, ein paar imposante Bärte, ein paar imposante Bäuche und vereinzelte Totenkopf-Aufnäher. Aber: keine Gefahr. Die Hamburg Harley Days waren vor allem eins: ein echt nettes Stadtfest. Und auch die Biker, mit denen ich dort sprach, waren vor allem eins: echt nett.


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