a c h t m i l l i a r d e n . c o m

Re: On Literary Criticism – Jacob Silverman discusses the »problem with liking«; Gary Shteyngart heaps »promiscuous praise«

Posted in rest by oskar piegsa on 9. Oktober 2012

Related to my earlier posting about Dwight Garner’s case for hurting writers’ feelings, I enjoyed reading Jacob Silverman complaint about how nice everyone is online:

if you spend time in the literary Twitter- or blogospheres, you’ll be positively besieged by amiability, by a relentless enthusiasm that might have you believing that all new books are wonderful and that every writer is every other writer’s biggest fan.

And why does this upset you, Mr Silverman?

It’s not only shallow, it’s untrue, and it’s having a chilling effect on literary culture, creating an environment where writers are vaunted for their personal biographies or their online followings rather than for their work on the page. [...] The problem with Liking is that it’s a critical dead-end, a conversation nonstarter. It’s opinion without evidence—or, really, posture without opinion.

I wonder what Gary Shteyngart (a contributing writer to my new favorite blog The Collected Blurbs of Gary Shteyngart) has to say about this …

[Thanks to Uwe Wittstock]

Weird Porn and a Can of Beer for Free. A Protocol of Mathias Döpfner’s and Arianna Huffington’s Debate on the Future of Journalism

Posted in medien by oskar piegsa on 14. November 2009

***UPDATED*** So, Arianna Huffington, founder of the influential Web site Huffington Post, and Mathias Döpfner, chairman of Germany’s leading newspaper publisher Axel Springer Verlag, were debating the future of journalism. Naturally, they clashed over hot button issues such as paid content. Go figure! Still, it’s a very pleasurable debate between two gifted orators with interesting accents and even more interesting metaphors and hence worth watching — and if you haven’t done so yet, here it is:

If you don’t have the time to watch the whole thing, or if you can’t stand the moderator, here’s the first part of my very rough minute-to-minute protocol. I’ll highlight some quotes that I thought were remarkable and add some little-qualified comments of my own:

(weiterlesen…)

Mal wieder Kulturkrieg: Leidet die erzählerische Qualität im Netz? Ben Macintyre sagt: Ja. Ich sage: Hm.

Posted in rest by oskar piegsa on 13. November 2009

“Is Google making us stupid?”, fragte Nicholas Carr im vergangenen Jahr, nachdem er seine nachlassende Konzentrationsfähigkeit beobachtet und seinen Internetkonsum als Quelle dieses Übels identifiziert hatte. Jetzt greift Ben Macintyre diese Frage auf und sorgt sich um die Qualität von “Narratives”, oder “Erzählungen”, angesichts der Fragmentierung von Informationen im Netz. Jede Kultur bedürfe Erzählungen, schreibt er, und unsere Zeit vielleicht noch mehr als andere, wenn man bedenkt, dass Barack Obama vor allem auf Grund seiner überzeugenden Geschichte Präsident geworden sei.

Zugleich nehme im Internet aber die Zerstreuung zu. Lange Handlungsbögen durchzuhalten werde schwieriger, Texte mit mehr als 1000 Wörtern seien im Netz kaum nachgefragt. Macintyres Text endet mit einem blöden Twitter-Witz (“In the beginning was the Word, and the Word, [...] was not written as [sic] twitter”), der sich ironischerweise ideal Retweeten lässt und so das Lesen des vollständigen Artikels überflüssig macht. Schuss ins Knie, Herr Macintyre.

Ungeachtet der versiebten Pointe stellt Ben Macintyre natürlich eine wichtige Frage. Wer “Moby Dick” lesen will, muss sein iPhone ausschalten, das ist schon klar. Wenn wir uns bei der Diskussion des Netzes einzig auf Erzählformen konzentrieren, sollten wir aber dringend auch über Mediastorm (das Anti-Twitter?) sprechen. Es ist ja nicht so, dass die lange und langsame Erzählung im Netz nicht stattfinden würde. Tut sie. Im Falle von Mediastorm sogar in einer Form, die undenkbar wäre in diesem anderen kulturzersetzenden Medium, über das heute fast keiner mehr spricht… wie hieß das noch… äh… Fernsehen.

PS: “Tweets” mit “Twitter” zu verwechseln (und Nicholas Carrs Text zu zitieren ohne ihn zu verlinken!) spricht nicht für Ben Macintyres Bereitschaft, sich mit dem Internet und seinen Möglochkeiten intensiver auseinander zu setzen, oder irre ich mich?

ROFL doch mal, Kulturpessimist! Robert Lanhams "Writing for Nonreaders in the Postprint Era"

Posted in medien by oskar piegsa on 23. April 2009

Neulich ging es hier um die Möglichkeit(en) von SMS-Literatur. Passend dazu hat der Satiriker Robert Lanham einen Semesterplan für das fiktive Creative-Writing-Seminar “Writing for Nonreaders in the Postprint Era” geschrieben — mit Schreibtipps für die literarischen Gattungen Blog, Tweet und Facebook-Status-Update.

[via Buzzmachine]

Politik 2.0: Offensives Obama-Missverstehen ist angesagt.

Posted in amerika, deutschland, medien, politik by oskar piegsa on 16. März 2009

Immer wieder heißt es in Texten deutscher Wahlkämpfer, Politiker und Berater, Obamas (vor allem: Online-) Auftritte seien so fürchterlich dialogisch gewesen. Aber wie viele @-Replies hat @barackobama denn geschrieben? Und wie oft hat sich Obama zu Chats, Forendiskussionen oder auch nur dem ganz analogen Beantworten von Fragen auf seinen Wahlkampfauftritten hinreißen lassen?

Klar: wir Journalisten (und Wähler) haben am laufenden Band E-Mails und Kurzmitteilungen bekommen, die unsere guten Kumpels Barack Obama und Joe Biden unterzeichnet hatten. Und ohne das Internet wäre vieles viel weniger erfolgreich gelaufen. Das demonstriert aber nicht primär, dass Obama “Mut zum Dialog” hatte, sondern eine gut geölte, gradlinige Message-Maschinerie und eine strenge Kommunikationsdisziplin. Auch, wenn man Obama derartige Unsexyness vielleicht lieber nicht zutrauen würde…

i love.

Posted in medien by oskar piegsa on 13. August 2008

Twistori ist ein Twitter-Aggregator. “Twistori” klingt doof. “Twitter-Aggregator” klingt langweilig. Und weil tausend Worte (von vielen) mehr sagen als tausend Worte (von mir) klicken Sie bitte einfach hier und teilen mit mir eine Internet-Entdeckung, die aktuell zu meinen allerallerliebsten gehört.

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