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Politik 2.0: Offensives Obama-Missverstehen ist angesagt.

Veröffentlicht in amerika, deutschland, medien, politik von oskar piegsa am 16. März 2009

Immer wieder heißt es in Texten deutscher Wahlkämpfer, Politiker und Berater, Obamas (vor allem: Online-) Auftritte seien so fürchterlich dialogisch gewesen. Aber wie viele @-Replies hat @barackobama denn geschrieben? Und wie oft hat sich Obama zu Chats, Forendiskussionen oder auch nur dem ganz analogen Beantworten von Fragen auf seinen Wahlkampfauftritten hinreißen lassen?

Klar: wir Journalisten (und Wähler) haben am laufenden Band E-Mails und Kurzmitteilungen bekommen, die unsere guten Kumpels Barack Obama und Joe Biden unterzeichnet hatten. Und ohne das Internet wäre vieles viel weniger erfolgreich gelaufen. Das demonstriert aber nicht primär, dass Obama „Mut zum Dialog“ hatte, sondern eine gut geölte, gradlinige Message-Maschinerie und eine strenge Kommunikationsdisziplin. Auch, wenn man Obama derartige Unsexyness vielleicht lieber nicht zutrauen würde…