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Best of 2009! Zehn Lieblingslieder aus zirka 300 Tagen. Mit: Peaches, La Roux, Mittekill, Ja Panik und anderen.

Posted in rest by oskar piegsa on 31. Oktober 2009

Draußen wird es kalt, drinnen laufen die Kühler und Antriebsriemen heiß. Denn: Die ersten Spekulatius sind serviert und es ist Zeit, das Jahr Revue passieren zu lassen. Zeit, nochmals die Lieblingslieder der letzten Monate zu hören. Und: Zeit, einander mit Best-of-2009-Listen totzunerden. Hier ist meine.

Einige dieser Lieder halte ich für zeitlos, andere sind in fünf Jahren vielleicht komplett uninteressant. Auf manche wäre ich nicht aufmerksam geworden, wenn ich die Bands nicht zufällig live gesehen hätte oder ihnen im Zuge meiner Arbeit für die Spex und den Zuender (R.I.P.) begegnet wäre — zig andere tolle Lieder habe ich in diesem Jahr übersehen, weil genau das nicht passiert ist. Insofern ist die Auswahl schamfrei subjektiv, ergänzungswürdig, vielleicht noch nicht einmal endgültig, aber doch nach kurzem Nachdenken und mit herzlichsten Empfehlungen erstellt. Jedes Auswahl habe ich knapp kommentiert. Die Liste ist alphabetisch nach Interpret sortiert.

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Erstens:

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Cass McCombs — Dreams-Come-True-Girl, vom Album “Catacombs” (MySpace, Website)

Ein wunderschönes Lied, das in seiner lakonischen Entrücktheit nach der finalen Nummer der Tanzkapelle auf einer Senior-Prom klingt, in den späten 1960er Jahren vielleicht, irgendwo in der amerikanischen Provinz. Das Licht geht an, ein letzter Engtanz, danach ist alles anders. Oder — schlimmer noch — nicht.

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Hallo Literaturpop: Schwervon! & Jeffrey Lewis ♥ Raymond Carver, Kammerflimmer Kollektief feat. Dietmar Dath

Posted in popkultur by oskar piegsa on 15. April 2009

“Lest Bücher!”, forderte einst der Rapper Torch. Ganz ähnlich forderten ZSK im Booklet eines Albums von ihren Hörern, sich nicht immer nur Punkrocktexte anzuhören, sondern auch mal ein bisschen linksradikale Theorie zu lesen, Noam Chomsky und so. Aber eine von mehreren Bands getragene Begeisterung für eine einzelne Kurzgeschichte? Das gab es womöglich bisher so noch nicht. Zumal der Autor, um dessen Geschichte es hier geht, vor über 20 Jahren verstorben ist. Doch Raymond Carvers Kurzgeschichte “What we talk about, when we talk about love” hat im Umfeld des New Yorker AntiFolk-Mailorders Olive Juice Music gleich mehrere inspirierte Leser gefunden.

Zum einen ist da die in diesem Blog viel geliebte Kapelle Schwervon!, die auf ihrem neuen Album “Low Blow” ein Studio-/Küchengespräch namens “What we talk about, when we don’t talk about love” veröffentlichte. Und Jeffrey Lewis hat neulich gleich ein Lied geschrieben, das sich an einer Inhaltsangabe der Carver-Geschichte über einen verhängnisvollen Saufabend zwei befreundeter Paare erzählt und bemerkt:

It’s a short story, not long, but it’s a tough subject for a song, so what do we sing about, when we sing about, what we talk about, when we talk about love?

Sowohl das Schwervon!-Album, als auch der Lewis-Song sind es wert, gehört zu werden. Letzterer wurde, soweit ich das überblicke, bisher noch nicht offiziell veröffentlicht, aber hier kann man bei Minute 2:40 hören, wie Lewis den Song in ein Telefon singt. Außerdem: das Kammerflimmer Kollektief hat Dietmar Dath vertont?

Poplitertur ist tot, es lebe der Literaturpop!

[Dank an Mr. Feikmeier für den Lewis-Tipp!]

7" des Monats: Woog Riots / Schwervon! auf Decoy Industry

Posted in popkultur by oskar piegsa on 8. April 2009

Technophobe Produktfetischisierung ist okay. Das neu gegründete Mini-Label Decoy Industry macht genau das und veröffentlicht, so das erklärte Vorhaben, alle vier Monate eine 7″-Schallplatte mit zwei Songs auf 80 Gramm Vinyl. Die Auflage umfasst jeweils 222 Exemplare, ein Abo ist möglich.

Die erste Folge habe ich mir gestern gekauft, und: sie lo-fi-popt ganz schön. Außerdem, auch das ist sehr nett, sind A- und B-Seite durch eine Rahmenhandlung verbunden: beide Male geht es — Oh Ironie! — um digitales Leben. Und weil “MP3s und Musikdateien auf USB-Sticks oder sonstige vermeintliche Errungenschaften der letzten Jahre” (O-Ton Decoy Industry) ja doch eigentlich gar nicht so schlimm sind, gibt es beide Lieder auch (noch!) auf YouTube:

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Tanz- und Mitwippveranstaltungen des Monats: Im April ist Europa randvoll mit Schwervon!

Posted in deutschland, popkultur by oskar piegsa on 29. März 2009

Abb.: Schwervon! Foto via Myspace.

Die kompromisslos liebenswerte Miniband Schwervon! kommt mal wieder nach Europa. Und zwar sowas von. Da saven wir besser mal the date: 5. April Darmstadt, 6. April Köln, 7. April Hamburg, 8. April Berlin, 9. April Oldenburg, 10. April Leipzig, 11. April Furth, 12. April Wien, 13. April Regensburg, 14. April Dudingen, 15. April München, 16. April  Offenbach, 17. April Bremen, 18. April Dresden, 19. April Passau. Danach Frankreich, davon UK. Klingt fast ein bisschen so, als würde das die letzte Tour vorm kollektiven Herzinfarkt werden…

Alle Infos & Musik hier. Zuletzt lobbehudelt habe ich Major Matt Mason von Schwervon!, als er 2008 im Hamburger Lockengelöt aufspielte.

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