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Schade, dass du nicht da warst: Major Matt Mason USA im Lockengelöt

Veröffentlicht in hamburg, popkultur von oskar piegsa am 7. Oktober 2008

Abb. 1: Major Matt Mason USA, hier bei der Acapella-Zugabe. Die Bildqualität muss so. This is Antifolk!

Vielleicht 40 dicht gedrängte Leute, alle sehr gut aussehend und verliebt in Richtung der kleinen Bühne blickend, auf der ein Mann mit AC/DC-Shirt und Indianerhaar engagiert auf seine Gitarre einschrammelt und in ein Mikrofon singt, das wie ein Telefon klingt. Die Texte handeln davon, dass die Welt auch ohne Nachtsichtgerät grün ist und dass einen Stern-Tattoos noch lange nicht zum Sheriff machen. Umringt wird der Vortragende von künstlerischem Krimskrams der leuchtet und pendelt, das Bier und die Bionade kosten einen Euro, der Eintritt zwei. Einen Refrain singen alle mit, indem sie Hundestimmen nachmachen (allerdings auf Amerikanisch, also „ruff“ und nicht „wau“). Der Vortragende berichtet von seinen Schwierigkeiten, in Bremen einen Schal zu kaufen. Also kriegt er in Hamburg von einem jungen Herrn im Publikum einen geschenkt.

Man könnte auch sagen: Als Major Matt Mason USA heute abend im Lockengelöt auftrat, war die Welt gefühlte 45 Minuten lang äußerst in Ordnung. Es kommen eben nicht nur Finanzmarktkrisen aus New York, sondern auch echt schöner Antifolk. Hier gibt’s mehr von der Sorte.

Morgen geht’s weiter in Berlin, dann Osten, dann Süden, dann Frankreich. Alle Infos und massig Songbeispiele hat sein MySpace. (Seid gewarnt – ich war gerade ein bisschen enttäuscht von der 7″, die ich im Anschluss an das Konzert erstanden habe. Live klingt das viel besser weil etwas schlechter.)


Abb. 2: Für heute die charmanteste Live-Venue der Stadt: Das Lockengelöt in der Wohlwillstraße, St. Pauli.

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Hamburg: morgen Abend ins Lockengelöt! (lockengeloet.com)

Veröffentlicht in hamburg, popkultur von oskar piegsa am 5. Oktober 2008

Es spielt Major Matt Mason USA, der als Hälfte der Band Schwervon! verantwortlich ist für Superhits wie diesen: (mehr…)

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Stadtfest-Gonzo: Reportage von den Hamburg Harley Days. Erschienen bei Zuenders.

Veröffentlicht in werbung fuer mich von oskar piegsa am 24. Juni 2008

Rocker-Opa

Abb.: Rocker-Opa auf den Harley Days. © Anne Ackermann für zuender

Es ist ja schon ein bisschen kurios: Landaus, landein lassen Eltern, deren Erziehungskonzept keinen Platz für Zinnsoldaten und Platzpatronen lässt (zum Beispiel meine), ihre Kinder zum Poffertjes-Essen und Kettenkarusselfahren aufs Schützenfest. Dass der Anlass für solche Feste kollegiales Rumballern und Besoffensein ist, fällt ja kaum auf. Stattdessen: Ein bisschen Folklore, gute Stimmung und viel gefühlte Harmlosigkeit.

Einen ähnlichen Eindruck machten auf mich am Wochenende die Hamburg Harley Days auf dem Heiligengeistfeld. Von dem martialisch/übermaskulinen Lifestyle, den Harley-Fahren in der öffentlichen Wahrnehmung mal darstellte, war hier nichts mehr zu sehen. Nur noch ein paar imposante Bikes, ein paar imposante Bärte, ein paar imposante Bäuche und vereinzelte Totenkopf-Aufnäher. Aber: keine Gefahr. Die Hamburg Harley Days waren vor allem eins: ein echt nettes Stadtfest. Und auch die Biker, mit denen ich dort sprach, waren vor allem eins: echt nett.

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