Medienkrise wegabonnieren! Vier von vielen guten Zeitschriften: De:Bug, Missy, Foreign Policy, Blank. Jeweils mit kurzer Begründung.

Gut #1: De:Bug, Ausgabe 130 (März 2009), am Bahnhofskiosk
Gut, weil: Die De:Bugger können Spiegel-Titelgeschichten besser als der Spiegel. Zumindest wenn’s um Social Networks geht (vgl. „Fremde Freunde. Vom zweifelhaften Wert digitaler Beziehungen“ und „Anonymität & Identität. Das Ende der zwei Welten“). Und außerdem können sie Mode, Gadgets und Tanzmusik. Also alles, was mir gerade fehlt.
Die Leute wollen über Zeitschriftentitel diskutieren.
Interessantes Hobby. Erst wurde denen beim Dummy Magazin die Bude dafür eingerannt, dass sie ihr nächstes Heft „Neger“ nennen wollten (ich finde: zu recht). Jetzt ist man bei jetzt.de in heller Aufruhr darüber, dass man ein feministisches Pop-Magazin Missy nennen wollen kann (eindeutig: zu unrecht).
Hoffentlich führt das jetzt nicht dazu, dass demnächst das Verfahren der Benennung von Dingen und Zuständen anhand von Erhebungen der Publikumsmeinung wieder in großem Stil reaktiviert wird.
Sie wissen schon, alle schreiben ihren Vorschlag auf einen Zettel und werfen ihn in einen Kasten, und am Ende kommt dabei heraus, das sitt das Pendant zu satt ist, und dass hässliche Maskottchen Trix und Flix heißen sollten.
Und damit ist dann ja niemandem geholfen.
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