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Lars von Trier: Misogynie und Mimesis (und, klar, Nazi-Sprüche)

Veröffentlicht in quick thought von oskar piegsa am 20. Mai 2011

Video: Die Pressekonferenz, die zur Auslandung Lars von Triers aus Cannes führte 

Das grausamste am Videomitschnitt der inzwischen legendären Nazi-Pressekonferenz von Lars von Trier ist, dass man die ganze Zeit Kirsten Dunst beim Leiden zusehen kann. Und dass diese Situation so etwas grauenhaft universelles hat. Heterosexuelle Frauen auf der ganzen Welt dürften sich mit Dunst identifizieren können. Denn dass sie sich in der Öffentlichkeit bisweilen an der Seite von Männern wiederfinden, die schneller reden als denken können und von dieser Fähigkeit eifrig Gebrauch machen, das, so zeigt es die Erfahrung (und leider auch: meine Selbstbeobachtung), kommt vor.

Was allerdings immer noch nicht die Frage beantwortet, ob Lars von Trier misogyn ist – oder bloß ein Meister der Mimesis.

(Übrigens: Spiegel-Online-Redakteur Andreas Borcholte beschreibt den Film „Melancholia“, der auf der Pressekonferenz promotet wurde, wie folgt: „Es sind alptraumhafte, in Zeitlupe gefilmte Bilder der Schauspielerin Kirsten Dunst in einem Hochzeitskleid, die von gummiartigem Wurzelwerk am Davonlaufen gehindert wird.“ Klingt so, als hätte die Pressekonferenz doch ein ganz gutes Bild vom Film vermittelt.)

Wtf zum Sonntag (2): Tempolimit

Veröffentlicht in deutschland von oskar piegsa am 7. Mai 2011

Deutschland, deine Trolle:

Die Aussage es gäbe eine Mehrheit für ein Tempolimit [auf der Autobahn] fußt doch auf der Annahme, dass auch Nicht-Autofahrer mit eingerechnet werden. Welchen Sinn soll das haben?

[via n-tv/Kommentare]

What?! Die neue Ausgabe der Zeitschrift Kulturaustausch (II+III/2011)

Veröffentlicht in medien von oskar piegsa am 5. Mai 2011

Kulturaustausch ist die Zeitschrift für internationale Perspektiven. Viermal im Jahr schreiben dort deutsche und nichtdeutsche Autoren über Kultur- und Gesellschaftsthemen. Zusätzlich zu Essays und Interviews gibt es eine üppige Fotostrecke.

Die Ausgabe mit dem Titel »Wie wir fremde Sprachen übersetzen« ist ab dieser Woche erhältlich. Es handelt sich dabei um das erste Heft, an dem ich mitgearbeitet habe, seit ich im Februar 2011 zu der Berliner Redaktion gest0ßen bin. Im Themenschwerpunkt gibt es u.a. Beiträge zur Politik der Literaturübersetzungen, zur Vielsprachigkeit im Internet, dem Politsprech Hosni Mubaraks und altägyptischer Erotika.

Die Doppel-Ausgabe zum 60-Jahre-Jubiläum liegt an Flughafen- und Bahnhofskiosken größerer Städte aus (man muss manchmal ein bisschen suchen oder nachfragen, aber: es lohnt sich). Das Inhaltsverzeichnis und ausgewählte Artikel gibt es online. Und digitale Freundschaft ist auch drin.

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