a c h t m i l l i a r d e n . c o m

Party like it’s… der Weltuntergang? Dein Geburtstag? Samstag?

Veröffentlicht in quick thought von oskar piegsa am 25. August 2010

They say two thousand zero zero party over / Oops out of time / So tonight I’m gonna party like it’s 1999.

Prince — 1999 (1982)

We’re gonna party like it’s your birthday / We’re gonna sip Bacardi like it’s your birthday / And you know we don’t give a fuck / It’s not your birthday.

50 Cent — In Da Club (2002)

Make way for the ladies who are ready to play / We’re gonna party like it’s saturday.

Uffie — MCs Can Kiss (2010)

Frage: Sind Partys seit 1982 kontinuierlich besser geworden, oder die Erwartungshaltungen an Partys gesunken?

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Kunst auf dem Kiez. Manfred W. Jürgens malt »Silbersack«-Wirtin Erna Thomsen; danach: Kreativnacht St. Pauli, Reeperbahn-Festival

Veröffentlicht in hamburg von oskar piegsa am 24. August 2010

Abb.: Manfred W. Jürgens Porträt der »Silbersack«-Wirtin Erna Thomsen. (Quelle)

Kunst auf dem Kiez gibt’s in den kommenden Wochen häufiger zu sehen. Zum Beispiel am Freitag, 3. September, bei der Kreativnacht St. Pauli, zu der ortsansässige Galerien und Bastelstuben verlängerte Öffnungszeiten fahren. Und dann, am Monatsende, zum Reeperbahnfestival, das neben diversen Bands auch ausgewählte Poster, Comics und Filme präsentiert.

Los geht’s aber schon übermorgen, am Donnerstag, 26. August. Dann zeigt der Maler Manfred W. Jürgens von 20 bis 24 Uhr sein lebensgroßes Porträt der Wirtin Erna Thomsen. In ihrer Gaststätte »Zum Silbersack« in der Silbersackstraße auf St. Pauli. Das passt.

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Fear and Loathing in Erfde-Erfderfeld (Kreis Schleswig-Flensburg)

Veröffentlicht in deutschland von oskar piegsa am 18. August 2010

Spex #328, September/Oktober 2010: Ab Freitag im Kiosk

Veröffentlicht in medien von oskar piegsa am 17. August 2010

Abb.: Spex-Ausgabe #328, wahlweise mit Christoph Schlingensief oder Helene Hegemann auf dem Titel

Heute im Abo, ab Freitag im Kiosk: Die September/Oktober-Ausgabe der Spex (Inhaltsverzeichnis: klicken). Wahlweise mit Helene Hegemann oder Christoph Schlingensief auf dem Cover. Drinnen steckt viel Theater (eben Schlingensief, René Pollesch, Monika Gintersdorfer). Und Robert Misik erklärt patent, wie das mit der Wechselwirkung von Pop und Kapitalismus zu verstehen ist.

Meinerseits enthalten sind einige Zeilen zu Aloe Blacc (Hit: klicken), sowie Pop-Briefing-Anmerkungen zu M.I.A., Kraków Loves Adana (ausführlicher: klicken), HGich.T, und dem fantastischen neuen Album von Stella.

Nachtrag (18.8.2010, 12h): Nicht von mir, sondern von Elias Kreuzmair ist der längere Beitrag über 1000 Robota. Misstrauen Sie der Autorenzeile. Das lehrt ja auch der Kunstsprache-Schwerpunkt im Heft.

Nachtrag (21.8.2010, 18:45h): Christoph Schlingensief ist tot. Falls die Matjes-Collage jemals lustig war–jetzt ist sie das nicht mehr. Ich habe sie durch einen neutrales Doppelcoverfoto ersetzt.

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»Beauty« von Kraków Loves Adana: Ein Album voller Anti-Sommerhits (trotzdem schön), Tour Anfang September

Veröffentlicht in popkultur von oskar piegsa am 12. August 2010

»Pearls Bring Tears«: Nicht auf dem Album »Beauty«, aber gut für einen Eindruck von Kraków Loves Adana

»Beauty«, das Debütalbum von Kraków Loves Adana (MySpace, Blog), beginnt mit einem Liebesbekenntnis bei schwarzem Kaffee und Zigaretten: »Did I mention I will stay here?« Diese Zeile, ein scheinbar beiläufiger Ewigkeitsschwur, ist exemplarisch für »Beauty«. Es ist ein Album der kleinen Gesten mit großer Verbindlichkeit.

Auch in musikalischer Hinsicht: Die zurückgenommenen Arrangements von Deniz Cicek und Robert Heitmann entfalten sich langsam zu einer Musik der einzelnen Schläge. Die Akkorde des Klaviers oder der E-Gitarre sind in ihre Bestandteile aufgelöst, vom Schlagzeug spielt immer wieder nur das HiHat oder die Bassdrum. In »-«, einem Klavierstück, hört man das Knarzen einer Diele oder eines Stuhles, einmal gleitet der Finger auf die falsche Taste ab. Selten spielen mehr als zwei Instrumente gleichzeitig, die ganze Aufmerksamkeit gilt Ciceks Stimme. Nur die Back-Up-Vocals in »Iron Heart« wirken fehl am Platz, aber das bleibt die Ausnahme.

Sonst stört wenig an dieser Band, außer dem bisweilen zu dick aufgetragenen Künstlertum. Ein Musikvideo, dass eine Arbeit Andy Warhols zitiert (»Porcelain«) ist das eine. Die Behauptung »Lyrik / Lyrik / Lyrik« als Genre-Beschreibung auf dem MySpace-Profil der Band das andere. Dafür wirkt eine Zeile wie »The coffee is black and the air is stale / it matches with the color of your hair« (»Geistermanier«) schlicht zu nachlässig getextet. Doch beim Hören von »Beauty« stört das kaum.

Die Musik von Kraków Loves Adana ist wegen ihres Minimalismus als »intim« bezeichnet worden, aber das ist ein missverständliches Wort. Denn wenn es hier um Wärme und Vertrautheit geht, ist der Hörer davon ausgeschlossen. Die Songs des Duos bleiben rätselhaft, Deniz Ciceks Stimme und Texte kühl, wiederholt tauchen Vokabeln der Kälte und Einsamkeit auf. Gerade wegen des Geheimnisvollen und der Unnahbarkeit hält das Album, was sein Titel verspricht: »Beauty« ist schön.

Das Album »Beauty« ist bereits erschienen, die LP bei Clouds Hill/Cargo, die CD bei Snowhite/Universal. Die Tour folgt Anfang September mit den Stationen Hamburg, Berlin, Münster, Köln, Frankfurt. Mehr Infos.

Dockville: Dieses Wochenende Kunst, nächstes Wochenende Musik

Veröffentlicht in hamburg, popkultur von oskar piegsa am 7. August 2010

Abb. 1: Das Terrafon auf dem Dockville-Gelände

Nur noch bis Sonntagabend läuft die Open-Air-Kunstausstellung auf dem Gelände des Dockville-Festivals in Hamburg-Wilhelmsburg. Gezeigt werden skulpturale Arbeiten, die sich oft mit Musik beschäftigen und noch öfter mit Raumerfahrungen. Ein besonders eindrucksvolles Ausstellungsstück verbindet beide Themenfelder: Das Terrafon aus Olle Cornéers und Martin Lübckes Arbeit »Harvest« ist ein Pflug mit angebautem Tontrichter, der (wie eine Nadel in der Vinylrille) die Beschaffenheit des Erdbodens hörbar macht. Gezeigt wird neben dem Terrafon selbst auch ein Video des Geräts in Aktion an selber Stelle (s. Abb. 2).

Sonntagabend ist ab 17 Uhr die Finissage der öffentlichen Kunstausstellung angesetzt, mit Live-Konzerten der Bands Grinning Tree, Trouble vs. Glue und Terrible Eagle. Danach rücken die Montage-Teams und Bierwagen an und bauen Bühnen und Infrastruktur für das Dockville-Musikfestival, das am kommenden Freitag beginnt. Dann spielen unter anderem Jan Delay, Wir sind Helden und Klaxons vertrautere Klänge als das Terrafon.

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On Conservatives, Libertarians & Tea Partiers:

Veröffentlicht in amerika, politik von oskar piegsa am 6. August 2010

If you’re interested in American Politics and can spare an hour, you may want to watch an excellent debate about the frictions between libertarians and (social) conservatives as two distinct camps on the American Right.

The participants are Brink Lindsey of The Cato Institute (a libertarian in favor of disentangling from the Right), Jonah Goldberg of National Review Online (representing the more traditional fusionist brand of a libertarian-conservative alliance) and Matt Kibbe of Freedom Works (a partisan expert on the Tea Party Movement).

The debate’s been hosted by Reason Magazine and Reason TV. You’ll find a high quality, full length, downloadable video on their Web site.

[via The Next Right]

Was ist oliv und macht alles kaputt? Ein Led-Zeppelin-Riff im neuen Bundeswehr-Clip weckt die falschen Assoziationen…

Veröffentlicht in deutschland von oskar piegsa am 4. August 2010

Schlagzeile: »White Stripes Outraged«. Als die amerikanische Luftwaffe im Februar 2010 einen Song der White Stripes unerlaubt für einen Werbeclip verwendete, war die Band wütend. Ob Jimmy Page von Led Zeppelin demnächst empörte Briefe an die deutsche Bundeswehr schreibt? Vielleicht irre ich mich, aber das Riff im neuen Bundeswehr-Online-Clip erinnert mich spontan an Led Zeppelins »Kashmir« von 1975:

Der Werbeclip für den YouTube-Channel der Bundeswehr

Led Zeppelin: »Kashmir«

…wobei das nicht ganz stimmt. Das allererste, woran ich gedacht habe, als ich das Riff im Bundeswehr-Clip hörte, war der P.-Diddy-Song »Come With Me« aus dem Jahr 1998, in dem das »Kashmir«-Riff gesampelt wurde. Der Haken: »Come With Me« war der Titelsong des Kinofilms »Godzilla«. Und weckt Assoziationen, die die Werbeabteilung der Bundeswehr bestimmt nicht im Sinn hatte:

Puff Daddy feat. Jimmy Page: »Come With Me«

Update 19. November 2011 – Korrektur: Offenbar habe ich mich mit den »Assoziationen, die die Werbeabteilung der Bundeswehr bestimmt nicht im Sinn hatte« geirrt. Denn der neue Online-Clip der Bundeswehr bedient sich nicht mehr nur des Sounds, sondern auch der visuellen Ästhetik von Hollywood-Actionfilmen:

Gut bei den Amerikanern geklaut. Nur, dass die nicht den Fehler machen, in ihren Imagevideos ausschließlich weiße Männer zu zeigen.

This is what the Obama admin should have watched…

Veröffentlicht in hamburg von oskar piegsa am 2. August 2010
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