Plitsch-platsch: Peter Ramsauer wirft einen Meilenstein ins Meer
Wenn ein Politiker von einem »Meilenstein für die Sicherheit auf den Weltmeeren« spricht, dann klingt das so, als hätte er ein für alle Mal die Piraterie besiegt. Hat er aber nicht. Das Zitat von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) bezieht sich laut »Hamburger Abendblatt« vielmehr auf den Beschluss, die für Kapitäne und Matrosen weltweit geltende Alkoholgrenze von 0,9 auf 0,5 Promille abzusenken.
Es sei einem schwarz-gelben Minister gegönnt, zur Abwechslung auch mal eine frohe Botschaft zu überbringen. Trotzdem lädt die Rede vom »Meilenstein« zu Nachfragen ein: Wie viele Schiffe sind denn im vergangenen Jahr wegen »Alkohol am Ruder« gegeneinander oder gegen Eisberge gestoßen? Gelten die Alkohollimits auch außerhalb nationaler Hoheitsgewässer? Und wer soll die Einhaltung der Promillegrenze überhaupt kontrollieren?
Letztlich ist das Scheitern schon in Peter Ramsauers Formulierung angelegt: Denn was passiert mit einem Meilenstein auf den Weltmeeren? Er versinkt.
Einen Kommentar schreiben