Fixies raus aus der Stadt! Das »Dirty South Cycling Journal«-Blog über Fahrradtouren zwischen Breisgau und Rheintal

Abb. 1: Breisgau Bikeporn, Photo von Philipp via twotoneatl
Kurios, aber: Unter den sogenannten jungen Leuten ist es offenbar wieder angesagt, Fahrradtouren zu machen. Erste Hinweise gab es ja bereits vor einiger Zeit. Jetzt schwappt die Welle nach Freiburg im Breisgau, wo es dank P. womöglich mehr Fixies gibt, als in ganz Hamburg. Im Dirty South Cycling Journal Blog schreibt der gute Mann über Fahrradfahren in Dirty Süddeutschland. Lesen Sie die ganze Geschichte hier.
Weitersagen: Autofahren können wir noch, wenn wir tot sind.
Freiburg und Fixed Gear Scene klingt wie Bielefeld und Subkultur. Kopfsteinpflaster-Altstadt und Berge würden mich nicht dazu veranlassen, eine Gangschaltung von meinem Fahrrad zu entfernen. Nur weil da einer mal in Berlin zu Besuch war, ist da noch keine Szene. Und das Geld, was ihm für die zweite (hässliche), weiße Deep-V-Felge fehlte, hätte er nicht in den Frontgepäckträger investieren sollen. Der sieht sogar in Berlin lächerlich aus und gut fahren kann man auch nicht mehr, wenn da der Väsperkorb für die Ausflüge drauf ist.
Fahrradtouren aber: Yea
berlin, berlin. immer berlin. berlin scheint ja wohl das maß aller dinge zu sein. nur weil ein korb am fixie dort lächerlich aussschaut, muss das woanders auf der welt ja nicht genauso sein – auch wenn das fixie fahren ja wahrscheinlich (wie alle anderen hippen ‘trends’ auch) in berlin erfunden wurde. ziemlich arm!
und überhaupt. vielleicht braucht der kollege ja ordentlich druck im schuh und fährt deshalb mit seinem fixie über stock und stein, sowie die breisgauer berge hoch und runter. vielleicht kapiert der szene-berliner an sich das aber nicht, dass man auch mal was tun kann, ohne gleich hip sein zu müssen! und mein gott. soll es doch in freiburg, bielefeld und was-weiß-ich-nicht-wo ein paar leute geben, die sich für starrnaben getriebene räder oder andere dinge interessieren. ist doch schön!
Lieber Herr Vegas. Vielleicht übertreibe ich. Aber vielleicht hätte ich es schöner gefunden, einfach auf einen Menschen hingewiesen zu werden, der in Freiburg ein Blog über Radfahren ohne Gänge und Freilauf macht (und damit wohl eine Seltenheit darstellt). Dass aber daraus nicht nur ein Trend gelesen wird, sondern auch noch gleich mit irgendeiner Großstadt-Szene verglichen wird, um Relevanz zu droppen, muss nicht. Davon unabhängig finde ich Deep-Vs unnötigen Hipsterquatsch und mache meine Touren sogar mit einem Rad mit Freilauf.
OK, bitte nicht streiten, ich bin schuld, weil ich das Posting zu steil und mit offenbar zu kryptischer Ironie angeteast habe. Asche auf mein behelmtes Cityrad-Fahrer-Haupt.
Ja, Oskar ist irgendwie ein bisschen Schuld: das Gerede über eine “Szene” ist nämlich komplett von ihm – ich habe in meinem Posting dazu nichts geschrieben, empfinde das hier auch nicht so – wenn es eine szene geben sollte, bin ich dort nicht involviert. (auch wenn es einige leute gibt, die die dinger fahren)
kleines technisches detail, das mich stört: kopfsteinpflaster ist quasi das schlagenste argument PRO starrnabe, denn was ist anfälliger als umwerfer an der gangschaltung?
Wobei dann auch ich noch einmal freundlich und fairerweise darauf hinweisen möchte, dass ich weder die Reizwörter “Trend” noch “Szene” verwendete. Die habt ihr in die Diskussion gebracht, Jungs. Wer bin ich denn? Popjournalist??!