Missy, Die neue:

Die neue Ausgabe des Missy Magazine liegt ab sofort an (Bahnhofs-) Kiosken aus. Drinnen: Fast genau hundert Seiten »Popkultur für Frauen«. Männer und geschlechtlich anderweitig Verortete dürfen aber auch, denke ich — zumindest haben die Damen auch mich mitschreiben lassen. Bitte finden Sie im Heft: Meine Kurzvorstellung von Nellie Bly, einer Journalistin, die schon verdeckt recherchierte, als Undercover-Reporter-Legende Günter Wallraff noch gar keinen Bartwuchs hatte noch gar nicht geboren war. Nämlich im Jahr 1887.
Persönlich vorstellig werden zwei der vier Missy-Chefinnen, Chris Köver und Stefanie Lohaus, mit ihrem Magazin am Donnerstagabend, 25. Februar 2010, um 20 Uhr in der Art Lawyer Gallery in Hamburg (gegenüber der S-Bahn-Haltestelle Königstraße). Hier gibt’s mehr Infos zur Release-Sause mit Vortrag über Feminismus, Pop und Magazinutopien.
Hier entsteht eine Magisterarbeit:

Hübsch, diese Schlagwortwolken, die man auf wordle.net aus eigenen Texten erstellen kann. Oben zum Beispiel: Eine verdichtete Auswahl der knapp über 30.000 Wörter meiner langsam ihrem finalen Zustand entgegenkriechenden Magisterarbeit über die außerparlamentarische konservative Bewegung in den USA.
Spex, Die neue:

Die neue Ausgabe der Spex erscheint am Freitag. Ich habe einen Artikel über Yeasayer (»Yeah!« I say), einige Fragen an Tindersticks, sowie Anmerkungen zu den neuen Alben von Broken Bells, Gil Scott-Heron, La Stampa, Die Sterne und Liars beigesteuert. Und Arthur Millers »The Crucible« ist natürlich ein Drama, klar.
One more argument against Google Books:
Alan Wolfe, writing in The New Republic:
I have changed my mind more than a few times in the forty or so years that I have been putting my views before the public. Reality can do that to you. [...] I do not fear a future Tim Russert combing my early books to find words in blatant contradiction to my present ones: good luck in even finding the young out-of-print me.
Well, that was before Google. And Google Books. My generation will be spared the priviledge of having their earlier, more embarrassing tracts gather dust where nobody will find them. Mr. Wolfe goes on to write (and I think we can agree):
Writing, in short, is a form of risk-taking. You say what you believe and hope that you are proven right.
And since it won’t help to tone down our theses (we still need to attract readers, after all), I guess we just have to dare to fail. And fail again. And fail again. It can’t possibly be worse then having those facebooked Spring Break photos pop up in later years…
Everybody hates everything Jimmy Carter does
They dissed him for his foreign policy… now they go after his poetry!
Harold Bloom, Sterling Professor of the Humanities and English at Yale University [...] calls Carter „literally the worst poet in the United States,“
according to this official Web site on poetry written by U.S. presidents.
Neue Metaphern: JD Samson über Clubkultur und Camping
Wie Disko:

Ich schätze an Wohnmobilen dieselbe Eigenschaft, die ich auch an Dancemusic mag. Mir gefällt die Idee, dass du mit anderen Leuten in einem Raum feststeckst und dich mit ihnen einfach vergnügen musst.
Zitat (Übersetzung) via Motherboard/Electric Independence (VBS.tv). Wohnwagenfoto von Thomas doerfer (GNU).
Studentinnensex: Die Rückkehr des »Schulmädchenreports«
»Studentin und Teilzeit-Hure«, »Studentin, 19 Jahre, Nebenjob: Prostituierte«, »Nach der Vorlesung ins Bordell«: Nach Pornos klingen diese Untertitel aktueller Studentinnen-Sex-Bücher nicht wirklich. Der Abgleich mit der FSK18-Abteilung der Videothek um die Ecke ergibt: Viel zu zahm.
Auch deshalb überzeugt, dass die Journalistin und Schriftstellerin Judith Liere besagte Bücher in einem Artikel im KulturSpiegel lieber mit 70er Jahre Sexfilmen à la »Schulmädchenreport« vergleicht. Und en passant diagnostiziert: Emanzipativ ist das Zeugs nicht, auch wenn es sich in die Nähe von Popfeminismus und Post-Porn behauptet.
Denn erstens wird Prostitution hier aus einer privilegierten und exklusiven Sprecherinnenposition — und an der Realität des Drogenstrichs vorbei — glamourisiert. Und zweitens eben doch nur die biedere Sexfilm-Fantasie der »versauten Streberin« bedient. Einleuchtend. Die Chancen stehen gut, dass das nicht nur der erste, sondern auch letzte Text ist, den ich zu dem Genre zu lesen werde.
(Die Damen und Herren vom Studentenmagazin »Halbstark« hatten in ihrer letzten Ausgabe einen Sexualwissenschaftler zu Wort kommen lassen, der die Vereinbarkeit von Studium und Prostitution zusätzlich problematisierte — das Heft mit dem Interview gibt’s hier als 2MB-PDF zum Download.)
Vom Elend der Vinyl-Mailorder im Zeitalter der MP3…
…da schreiben die in ihrem Werbeprospekt doch tatsächlich über das große, wunde, würdevolle neue Album von Gil Scott-Heron:
Haptisch ein Orgasmus für den Fan!
Äh, wie bitte?!
John Stewart & Bill O’Reilly discuss Fox News:
It’s always great edutainment when Jon Stewart and Bill O’Reilly meet. However, even better than the two of them talking about politics — something both are passionate and witty about, though middle ground is not always easy to be found — is the two of them discussing what they do for a living: TV.
It’s become a common theme for Stewart to refuse being held accountable for people who watch his political comedy show in lieu of „real“ news. It’s also a common theme for Fox News hosts to flatly deny charges that their shows are everything but „fair and balanced.“ So do we learn something new in this segment? Probably not. And yet, seing Stewart and O’Reilly trade accussations and poke fun at each just made my day.
I’d be glad to have Fox News in Germany if we got Stewart along with it.
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