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Musikvideo 180°: Von Hollywood nach MTVIVA und wieder zurück.

Veröffentlicht in quick thought von oskar piegsa am 31. Mai 2009

Es gab eine Zeit, da wurden für Filme Soundtracks komponiert. Einige dieser Soundtracks enthielten Lieder, die nach Filmveröffentlichung zu Popsongs wurden. Bis der Spieß umgedreht wurde – und immer mehr Soundtracks für Filme aus bereits veröffentlichten Popsongs gestrickt wurden. Als einer der ersten Filme, der Popmusik verwendete, gilt Mike Nichols „Die Reifeprüfung“ („The Graduate“) aus dem Jahre 1967.

Abb. 1: Ausschnitt aus „Die Reifeprüfung“, wenig los, dafür Musik von Simon & Garfunkel

Über die Bedeutung dessen „Simon & Garfunkel“-Soundtracks sagt die Musikwissenschaftlerin Helga de la Motte in einem Kommentar, der auf der in der Focus-Filmreihe erschienenen DVD-Fassung des Films enthalten ist, das folgende (eigene Transkription):

In der Zeit um 1970 gibt es mehrere Filme, die Popmusik verschiedenster Couleur verwenden und [...] es gibt in diesem Film [„Die Reifeprüfung“, Anm. O.P.] auch Szenen, wo ich meine, dass man mal darüber nachdenken muss – vielleicht überrascht Sie das jetzt –, dass in dieser Zeit Vorformen des Videoclips entstanden sind. Auch für Simon & Garfunkel lässt sich eine solche Szene regelrecht ausmachen. Und bei anderen Filmen, zum Beispiel bei „Harold & Maude“, was wenig später entstanden ist mit den Songs von Cat Stevens, ist es auch besonders deutlich. Ganz allgemein sind das Szenen in denen nichts passiert, in denen nur Bilder gezeigt werden und diese Bilder sind dann auch optisch so organisiert, dass die Einstellungen sehr inkonsequent eigentlich sind, dass Nah und Fern ohne Zwischenstufe [...] aufeinander folgen kann, das heißt also: es geht darum, dass die Bilder [...] den Song illustrieren und nicht mehr der Song – wie es früher die Aufgabe der Filmmusik gewesen ist – die Bilder zu betonen hat.

Seit 1967 hat die Beziehung von Popmusik und Filmbildern eine relative eindrucksvolle Entwicklung hingelegt, die irgendwann in den 1990ern im Musikfernsehen gipfelte – in Dauerwerbekanälen also, die nichts anderes taten, als Werbespots auszustrahlen, die die Musikindustrie zu ihren Songs produzieren ließ. Und weil die Industrie damals noch Geld und begabte Künstler zur Hand hatte, machte es richtig Spaß, sich das Zeug anzuschauen.

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"Wir nennen es Bouncen": Mc Reen erklärt Großeltern, womit er sein Geld verdient.

Veröffentlicht in popkultur von oskar piegsa am 20. Mai 2009

YouTube-Fund des Tages. Wie war das noch gleich mit Dendemanns HipHop-Altersheim?

Popsommer 2009 — mehr Spaß mit binären Gegensätzen:

Veröffentlicht in popkultur von oskar piegsa am 8. Mai 2009

La Roux – Bulletproof

(MySpace, Website, Album „La Roux“ als CD/MP3 ab 29. Juni 2009)

Peaches – Talk to Me

(MySpace, Website, Album „I Feel Cream“ als LP/CD/MP3 bereits erschienen)

Bester Dokumentarfilm des, äh, mindestens Tages: "Guido Beach", über die Strandkultur an New Jerseys Atlantikküste

Veröffentlicht in amerika von oskar piegsa am 7. Mai 2009

Abb.: Gunnison Beach, in New Jersey, USA, fotografiert vons Richard Arthur Norton, via Wikipedia.

Wer im amerikanischen Staat New Jersey lebt, der lebt auf der falschen Seite des Hudson Rivers (nämlich nicht in New York City). Viel mehr war mir bisher nicht bekannt mir über den „Garden State“, der als solcher gerne mal öde Kulisse für surreale Filme oder Serien über kleinbürgerliche Mafiosi ist. Doch schon kommt die digitale Revolution um die Ecke und macht uns alle schlauer. Die folgende Mini-Doku, gefilmt mit billiger Digital-Kamera, veröffentlicht auf YouTube und verbreitet über Facebook, sei den Lesern dieses Blogs aufs Herzlichste ans Herz gelegt:

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Schweinegrippe (1976): Wir werden alle sterben.

Veröffentlicht in amerika von oskar piegsa am 3. Mai 2009

Wo es hier gerade — unterstützt durch prominente Wortbeiträge – um ästhetische Fragwürdigkeiten aller Art geht: wie gut sind diese aus aktuellem Anlass aufgestöberten Schweinegrippe-Gruselfilme, die offenbar 1976 im amerikanischen Fernsehen liefen?

Und diese Typografie benutzt heute nur noch Nike.

[via Driven By Boredom]

Update:

  1. http://doihaveswineflu.org/
  2. „The Swine Flu Song“ von Putnam Pig [via Malte Welding]
  3. „He’s behind you, he’s got swineflu“ von The Streets [Danke, Jonas!]
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