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Auf der Leseliste: Vice ♥s HH, Bunz vs. Diekmann, Magazin-Friedhof

Posted in hamburg, medien, popkultur by oskar on 1. Dezember 2008
  1. Aha! Der deutschsprachige Spross des Vice Magazine hat einen Stadtführer für Hamburg veröffentlicht. Gibt’s hier als PDF-Download. Nach angenehm anachronistisch ausgewählten Schrottstädten (Schwedt und München und so) jetzt also Hamburg. Ist natürlich bezeichnend, dass, nachdem ca. alle Hamburger nach Berlin ausgewandert sind, jetzt die Berliner nach Hamburg kommen, um zu zeigen, dass man entgegen anderslautenden lokalen Traditionen auch unterhaltsame Hefte über diese Stadt machen kann. Wobei niemand zu viel Substanz erwarten sollte. Zusätzlich zu kurzen Texten über Läden und Lokalitäten gibt es in dem Heft kaum mehr als Einleitungstexte zu den wichtigsten Stadtteilen. Und “wichtigste Stadtteile” bedeutet hier die üblichen Studentenviertel. Die womöglich Vice-gerechteren Quartiere wie Mümmelmannsberg oder der Heimfelder Nazi-Kiez werden nicht thematisiert. Dafür hat Anne Ackermann, die auch für den Zuender arbeitet, der Vice ein Foto von unserem gemeinsamen Ausflug zu den Hamburg Harley Days unterjubeln können. Gut.
  2. “An dieser Front darf man Kai Diekmann auf keinen Fall alleine lassen”, schreibt Mercedes Bunz über die BILD-Aktion, Billig-Camcorder unters Volk zu bringen, mit denen das Volk dann für bild.de aus seinen Schlafzimmern und Partykellern berichten darf. Oder über seine Haustiere. Oder vom FKK-Strand. Oder was uns da eben noch erwartet. [via]
  3. Zeitschriften, die ich mag, werden immer wieder eingestellt. Konr@d, zum Beispiel, und V.i.S.d.P.. Andere Zeitschriften habe ich erst nach ihrem Ableben entdeckt. Jetzt habe ich ein Blog entdeckt, das die Leidenschaft für verblichene Printmagazine teilt: retromedia.de. Oh, Ironie: Der aktive Betrieb dieses Blogs wurde offenbar auch schon eingestellt, das letzte Posting ist von Ende 2007. Dabei sind natürlich auch dieses Jahr wieder geschichtsträchtige Magazintitel verschwunden. Unter anderem: Das Second Life Magazin. Und Park Avenue.

Eine Antwort

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  1. [...] Leser, dessen Lieblingsmagazine ständig aus Geldgründen zugemacht werden (1, 2) und Schreiber, der vom Journalismus langfristig okay leben zu können hofft, nerven mich radikale [...]


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